Balsam für die Seele

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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Harry Potter - Herr der Ringe - Whatever - Mix -Geschichte
BeitragVerfasst: 10. Mär 2009 00:10 
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"I can't go back. But I can appreciate what I have right now. And I can define myself by what I am, instead of what I'm not."
"And what are you?"
"Alive. Everything else is negotiable."

Dr. Stephen Franklin, Babylon 5


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The madness within can be a gift...
...the gift of inspiration


~~~

Man möchte brechen!


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BeitragVerfasst: 10. Mär 2009 01:01 
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Manche Zauberer sagen, es gibt eine parallele Dimension, in der das Gute und das Böse einen erbitterten Kampf ausfechten um die Herrschaft über alle lebendigen Wesen zu erlangen. Manche Zauberer sagen, das es sich dabei nicht um eine Dimension sondern das Zaubereifinanzministerium handelt.
Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew ... (wird fortgesetzt)

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Some things in life are bad
They can really make you mad
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When you're chewing on life's gristle
Don't grumble, give a whistle
And this'll help things turn out for the best...
And...always look on the bright side of life...
Always look on the light side of life...
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BeitragVerfasst: 10. Mär 2009 11:00 
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Manche Zauberer sagen, es gibt eine parallele Dimension, in der das Gute und das Böse einen erbitterten Kampf ausfechten um die Herrschaft über alle lebendigen Wesen zu erlangen. Manche Zauberer sagen, das es sich dabei nicht um eine Dimension sondern das Zaubereifinanzministerium handelt.
Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew stolperte nach vorn, um seinem Herrn den Zaubertrank zu überreichen.
"Für euch, Mylord.", stammelte Pettigrew. "Den Herrscher über die Welten."

Mit spitzen Fingern ergriff Lord Voldermort das kleine Flakon und Pettigrew zog sich hastig zurück.
Der Zaubertrank schimmerte unnatürlich rosa in dem dunklen, nur von Fackeln beschienen Saal, in dem Voldemorts Anhänger versammelt waren und nun neugierig näher traten. Lord Voldemort führte das kleine Flakon näher an seine Augen und untersuchte die sich stetig bewegende Flüssigkeit, die sich mal ganz glatt wie Wasser in ihrem Gefäß befand, dann wieder seltsame verborgene Strukturen bildete.
Selbst Lord Voldemorts Gesicht hatte einen unnatürlichen rosafarbenen Schimmer angenommen und seine voher blassen weißen Lippen wirkten wie von einem Lipgloss überzogen.
"Interessant.", murmelte Lord Voldemort und schüttelte das Gefäß und sofort begann die Flüssigkeit noch stärker zu leuchten.
"Severus!", rief Lord Voldemort in die vollkommene Stille des Saals und richtete seine Augen auf den Zaubertrankmeister, der zu ihm trat. "Sage mir, kennst du solch einen Zaubertrank?"
Severus Mundwinkel zuckte leicht, ob der Abscheu gegen die Bonbonfarbe des Zaubertrankes oder der Amüsierung über die rosane Gesichtsfarbe Lord Voldemorts. Doch bevor Lord Voldemort irgendetwas bemerkt hatte, waren Severus Gesichtszüge so kontrolliert wie eh und je.
"Nun.", begann der Zaubertrankmeister und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Ich habe von solch einem Trank gehört. Doch angeblich hätte noch kein Zauberer es geschafft ihn zu brauen, ohne den Zorn des Timelords auf sich zu ziehen und auf mysteriöse Art und Weise zu versterben."
Die vorher noch angenehme Stille im Saal hatte sich gewandelt. Jetzt lag eine unangenehme Spannung in der Luft und Pettigrew kauerte sich zu Boden.
"Timelord sagst du?", wiederholte Lord Voldemort und Nagini wand sich an seinem Thron empor und zischte nervös in Severus Richtung.
"Von solch einem Lord habe ich bisher noch nicht gehört." Einige seiner Anhänger lachten, doch mit einem einzigen Blick brachte Lord Voldemort sie zum Schweigen.
"Was soll das für ein Lord sein?" (Fortsetzung folgt)

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BeitragVerfasst: 10. Mär 2009 14:38 
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Manche Zauberer sagen, es gibt eine parallele Dimension, in der das Gute und das Böse einen erbitterten Kampf ausfechten um die Herrschaft über alle lebendigen Wesen zu erlangen. Manche Zauberer sagen, das es sich dabei nicht um eine Dimension sondern das Zaubereifinanzministerium handelt.
Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew stolperte nach vorn, um seinem Herrn den Zaubertrank zu überreichen.
"Für euch, Mylord.", stammelte Pettigrew. "Den Herrscher über die Welten."

Mit spitzen Fingern ergriff Lord Voldermort das kleine Flakon und Pettigrew zog sich hastig zurück.
Der Zaubertrank schimmerte unnatürlich rosa in dem dunklen, nur von Fackeln beschienen Saal, in dem Voldemorts Anhänger versammelt waren und nun neugierig näher traten. Lord Voldemort führte das kleine Flakon näher an seine Augen und untersuchte die sich stetig bewegende Flüssigkeit, die sich mal ganz glatt wie Wasser in ihrem Gefäß befand, dann wieder seltsame verborgene Strukturen bildete.
Selbst Lord Voldemorts Gesicht hatte einen unnatürlichen rosafarbenen Schimmer angenommen und seine voher blassen weißen Lippen wirkten wie von einem Lipgloss überzogen.
"Interessant.", murmelte Lord Voldemort und schüttelte das Gefäß und sofort begann die Flüssigkeit noch stärker zu leuchten.
"Severus!", rief Lord Voldemort in die vollkommene Stille des Saals und richtete seine Augen auf den Zaubertrankmeister, der zu ihm trat. "Sage mir, kennst du solch einen Zaubertrank?"
Severus Mundwinkel zuckte leicht, ob der Abscheu gegen die Bonbonfarbe des Zaubertrankes oder der Amüsierung über die rosane Gesichtsfarbe Lord Voldemorts. Doch bevor Lord Voldemort irgendetwas bemerkt hatte, waren Severus Gesichtszüge so kontrolliert wie eh und je.
"Nun.", begann der Zaubertrankmeister und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Ich habe von solch einem Trank gehört. Doch angeblich hätte noch kein Zauberer es geschafft ihn zu brauen, ohne den Zorn des Timelords auf sich zu ziehen und auf mysteriöse Art und Weise zu versterben."
Die vorher noch angenehme Stille im Saal hatte sich gewandelt. Jetzt lag eine unangenehme Spannung in der Luft und Pettigrew kauerte sich zu Boden.
"Timelord sagst du?", wiederholte Lord Voldemort und Nagini wand sich an seinem Thron empor und zischte nervös in Severus Richtung.
"Von solch einem Lord habe ich bisher noch nicht gehört." Einige seiner Anhänger lachten, doch mit einem einzigen Blick brachte Lord Voldemort sie zum Schweigen.
"Was soll das für ein Lord sein?"

Severus legte mit einem leichten Stirnrunzeln seine Fingerspitzen aneinander und erwiderte: "Der Timelord, so sagt man, wacht über das Raum-Zeit-Gefüge und verhindert ein Chaos zwischen den Welten, das entstehen würde, wenn jeder von einer Welt in eine andere springen könnte. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, denn es ist noch nie einer zurück gekehrt, der diesen Trank gekostet hat."
Voldemort zuckte verächtlich mit den Schultern.
Peter piepste aufgeregt dazwischen: "Dddda war auch bbbestimmt keiner von sssso mmmmächtig wwwie unser Mmmmeister."
"Ich kann nur berichten, was ich gehört habe", sagte Severus. "Namen sind mir keine bekannt."
Voldemorts Augen begannen zu glühen. Er musterte Peter mit einem undurchdringlichen Blick.
"Nun, da du mir den Trank gebracht hast, wirst du auch den ersten Schluck davon probieren. Dann werden wir ja sehen was geschieht."

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BeitragVerfasst: 10. Mär 2009 23:09 
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Manche Zauberer sagen, es gibt eine parallele Dimension, in der das Gute und das Böse einen erbitterten Kampf ausfechten um die Herrschaft über alle lebendigen Wesen zu erlangen. Manche Zauberer sagen, das es sich dabei nicht um eine Dimension sondern das Zaubereifinanzministerium handelt.
Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew stolperte nach vorn, um seinem Herrn den Zaubertrank zu überreichen.
"Für euch, Mylord.", stammelte Pettigrew. "Den Herrscher über die Welten."

Mit spitzen Fingern ergriff Lord Voldermort das kleine Flakon und Pettigrew zog sich hastig zurück.
Der Zaubertrank schimmerte unnatürlich rosa in dem dunklen, nur von Fackeln beschienen Saal, in dem Voldemorts Anhänger versammelt waren und nun neugierig näher traten. Lord Voldemort führte das kleine Flakon näher an seine Augen und untersuchte die sich stetig bewegende Flüssigkeit, die sich mal ganz glatt wie Wasser in ihrem Gefäß befand, dann wieder seltsame verborgene Strukturen bildete.
Selbst Lord Voldemorts Gesicht hatte einen unnatürlichen rosafarbenen Schimmer angenommen und seine voher blassen weißen Lippen wirkten wie von einem Lipgloss überzogen.
"Interessant.", murmelte Lord Voldemort und schüttelte das Gefäß und sofort begann die Flüssigkeit noch stärker zu leuchten.
"Severus!", rief Lord Voldemort in die vollkommene Stille des Saals und richtete seine Augen auf den Zaubertrankmeister, der zu ihm trat. "Sage mir, kennst du solch einen Zaubertrank?"
Severus Mundwinkel zuckte leicht, ob der Abscheu gegen die Bonbonfarbe des Zaubertrankes oder der Amüsierung über die rosane Gesichtsfarbe Lord Voldemorts. Doch bevor Lord Voldemort irgendetwas bemerkt hatte, waren Severus Gesichtszüge so kontrolliert wie eh und je.
"Nun.", begann der Zaubertrankmeister und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Ich habe von solch einem Trank gehört. Doch angeblich hätte noch kein Zauberer es geschafft ihn zu brauen, ohne den Zorn des Timelords auf sich zu ziehen und auf mysteriöse Art und Weise zu versterben."
Die vorher noch angenehme Stille im Saal hatte sich gewandelt. Jetzt lag eine unangenehme Spannung in der Luft und Pettigrew kauerte sich zu Boden.
"Timelord sagst du?", wiederholte Lord Voldemort und Nagini wand sich an seinem Thron empor und zischte nervös in Severus Richtung.
"Von solch einem Lord habe ich bisher noch nicht gehört." Einige seiner Anhänger lachten, doch mit einem einzigen Blick brachte Lord Voldemort sie zum Schweigen.
"Was soll das für ein Lord sein?"

Severus legte mit einem leichten Stirnrunzeln seine Fingerspitzen aneinander und erwiderte: "Der Timelord, so sagt man, wacht über das Raum-Zeit-Gefüge und verhindert ein Chaos zwischen den Welten, das entstehen würde, wenn jeder von einer Welt in eine andere springen könnte. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, denn es ist noch nie einer zurück gekehrt, der diesen Trank gekostet hat."
Voldemort zuckte verächtlich mit den Schultern.
Peter piepste aufgeregt dazwischen: "Dddda war auch bbbestimmt keiner von sssso mmmmächtig wwwie unser Mmmmeister."
"Ich kann nur berichten, was ich gehört habe", sagte Severus. "Namen sind mir keine bekannt."
Voldemorts Augen begannen zu glühen. Er musterte Peter mit einem undurchdringlichen Blick.
"Nun, da du mir den Trank gebracht hast, wirst du auch den ersten Schluck davon probieren. Dann werden wir ja sehen was geschieht."

Pettigrew wurde noch blasser und durchsichtiger, als er ohnehin schon war. Seine wasserblauen kleinen Augen wanderten unstet hin und her und suchten verzweifelt nach einem Ausgang. Doch alleine die böse Aura seines Meisters genügte, um zu verhindern, daß er das Weite suchte.
Severus stand neben Voldemort und sah mit unverholen amüsiertem Gesichtsausdruck zu, wie sich die kleine Ratte hin und her wandt, um dem Unvermeidlichen zu entgehen. Doch es half alles nichts, Peter emfing den Flakon aus der Hand seines Meisters und entkorkte ihn. Dann hob er ihn mit einem weinerlichen Gesicht an seine Lippen und warf einen letzten verzweifelten Blick auf seinen Herrn.

Noch immer zuckten die Mundwinkel von Severus unbestreitbar amüsiert. Dann wandte er sich an Voldemort und sagte leise aber mit volltönender Stimme: "Mein Lord, darf ich eine Theorie äußern?" Pettigrews fror mitten in der Bewegung ein, das Fläschchen mit dem Zaubertrank noch immer an den Lippen. Sein Gesicht wurde von der grandios leuchtenden Flüssigkeit grellpink beleuchtet. Er wirkte wie ein rosafarbenes Standbild eines sehr häßlichen kleinen Mannes.

Voldemort sah Severus an und auf eine gnädige Handbewegung sowie ein angedeutetes Nicken von ihm, sprach Severus weiter: "Nachdem bisher alle verstorben sind, die den Trank gekostet haben, vermute ich, daß er auf andere Art und Weise wirkt. Man sagt, er wirkt als eine Art Durchgang in eine andere Welt, was liegt näher, als ihn auf eine Wand zu streichen..."

Voldemort kniff die Augen zusammen, er dachte über das Gehörte nach. Pettigrew bewegte sich noch immer keinen Millimeter, aber aus seinen kleinen Äuglein sah er Severus dankbar an. Dessen Gesicht sah aus, als würde er gerade bereuen, nicht erst etwas später über seine Theorie gesprochen zu haben und seine Lippen kräuselten sich verächtlich.

Mit einer fließenden Bewegung stand Voldemort plötzlich auf und wehte förmlich auf die gegenüberliegende Wand des Saales zu. Er nahm im Vorbeigehen dem erstarrten Pettigrew den Flakon aus der Hand, ohne diesen weiter zu beachten. Sämtliche seiner Anhänger folgten ihm wie eine kleine Herde Schafe - sich gegenseitig schubsend und wegdrückend. Severus hingegen lief in einigem Abstand hinter der Masse her. Bellatrix Lestrange stand in vorderster Front, entzückt, ihrem Meister so nahe sein zu dürfen. Er drehte sich zu ihr und streckte die Hand nach ihr aus. Glücklich lächelte sie ihn an, doch er sagte nur barsch: "Dein Zauberstab!"

Bellatrix reichte ihm das gewünschte mit dem Ausdruck höchster Verzückung. Der Dunkle Lord tauchte den kirschroten Stab mit der Spitze in den Flakon. Plötzlich begann die Flüssigkeit noch intensiver und kräftiger zu leuchten. Als Voldemort den Zauberstab aus dem Fläschchen herauszog, zog er dabei auch zarte rosafarbene Nebelschlieren mit heraus. Mit diesen malte Vorldemort eine Art Kreis auf die Wand und plötzlich gleißte strahlendes Licht dort aus der Wand, wo Voldemort seinen Strich gezogen hatte. Die massive Wand schien vom äußeren Rand des Kreises nach innen zu verschwinden und sah nun aus wie eine leuchtend blaugraue Wasserfläche, deren Wellen nach außen zu fließen schienen.

Voldemort sah sich nach seinen Anhängern um und...

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BeitragVerfasst: 11. Mär 2009 00:01 
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Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew stolperte nach vorn, um seinem Herrn den Zaubertrank zu überreichen.
"Für euch, Mylord.", stammelte Pettigrew. "Den Herrscher über die Welten."

Mit spitzen Fingern ergriff Lord Voldermort das kleine Flakon und Pettigrew zog sich hastig zurück.
Der Zaubertrank schimmerte unnatürlich rosa in dem dunklen, nur von Fackeln beschienen Saal, in dem Voldemorts Anhänger versammelt waren und nun neugierig näher traten. Lord Voldemort führte das kleine Flakon näher an seine Augen und untersuchte die sich stetig bewegende Flüssigkeit, die sich mal ganz glatt wie Wasser in ihrem Gefäß befand, dann wieder seltsame verborgene Strukturen bildete.
Selbst Lord Voldemorts Gesicht hatte einen unnatürlichen rosafarbenen Schimmer angenommen und seine voher blassen weißen Lippen wirkten wie von einem Lipgloss überzogen.
"Interessant.", murmelte Lord Voldemort und schüttelte das Gefäß und sofort begann die Flüssigkeit noch stärker zu leuchten.
"Severus!", rief Lord Voldemort in die vollkommene Stille des Saals und richtete seine Augen auf den Zaubertrankmeister, der zu ihm trat. "Sage mir, kennst du solch einen Zaubertrank?"
Severus Mundwinkel zuckte leicht, ob der Abscheu gegen die Bonbonfarbe des Zaubertrankes oder der Amüsierung über die rosane Gesichtsfarbe Lord Voldemorts. Doch bevor Lord Voldemort irgendetwas bemerkt hatte, waren Severus Gesichtszüge so kontrolliert wie eh und je.
"Nun.", begann der Zaubertrankmeister und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Ich habe von solch einem Trank gehört. Doch angeblich hätte noch kein Zauberer es geschafft ihn zu brauen, ohne den Zorn des Timelords auf sich zu ziehen und auf mysteriöse Art und Weise zu versterben."
Die vorher noch angenehme Stille im Saal hatte sich gewandelt. Jetzt lag eine unangenehme Spannung in der Luft und Pettigrew kauerte sich zu Boden.
"Timelord sagst du?", wiederholte Lord Voldemort und Nagini wand sich an seinem Thron empor und zischte nervös in Severus Richtung.
"Von solch einem Lord habe ich bisher noch nicht gehört." Einige seiner Anhänger lachten, doch mit einem einzigen Blick brachte Lord Voldemort sie zum Schweigen.
"Was soll das für ein Lord sein?"

Severus legte mit einem leichten Stirnrunzeln seine Fingerspitzen aneinander und erwiderte: "Der Timelord, so sagt man, wacht über das Raum-Zeit-Gefüge und verhindert ein Chaos zwischen den Welten, das entstehen würde, wenn jeder von einer Welt in eine andere springen könnte. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, denn es ist noch nie einer zurück gekehrt, der diesen Trank gekostet hat."
Voldemort zuckte verächtlich mit den Schultern.
Peter piepste aufgeregt dazwischen: "Dddda war auch bbbestimmt keiner von sssso mmmmächtig wwwie unser Mmmmeister."
"Ich kann nur berichten, was ich gehört habe", sagte Severus. "Namen sind mir keine bekannt."
Voldemorts Augen begannen zu glühen. Er musterte Peter mit einem undurchdringlichen Blick.
"Nun, da du mir den Trank gebracht hast, wirst du auch den ersten Schluck davon probieren. Dann werden wir ja sehen was geschieht."

Pettigrew wurde noch blasser und durchsichtiger, als er ohnehin schon war. Seine wasserblauen kleinen Augen wanderten unstet hin und her und suchten verzweifelt nach einem Ausgang. Doch alleine die böse Aura seines Meisters genügte, um zu verhindern, daß er das Weite suchte.
Severus stand neben Voldemort und sah mit unverholen amüsiertem Gesichtsausdruck zu, wie sich die kleine Ratte hin und her wandt, um dem Unvermeidlichen zu entgehen. Doch es half alles nichts, Peter emfing den Flakon aus der Hand seines Meisters und entkorkte ihn. Dann hob er ihn mit einem weinerlichen Gesicht an seine Lippen und warf einen letzten verzweifelten Blick auf seinen Herrn.

Noch immer zuckten die Mundwinkel von Severus unbestreitbar amüsiert. Dann wandte er sich an Voldemort und sagte leise aber mit volltönender Stimme: "Mein Lord, darf ich eine Theorie äußern?" Pettigrews fror mitten in der Bewegung ein, das Fläschchen mit dem Zaubertrank noch immer an den Lippen. Sein Gesicht wurde von der grandios leuchtenden Flüssigkeit grellpink beleuchtet. Er wirkte wie ein rosafarbenes Standbild eines sehr häßlichen kleinen Mannes.

Voldemort sah Severus an und auf eine gnädige Handbewegung sowie ein angedeutetes Nicken von ihm, sprach Severus weiter: "Nachdem bisher alle verstorben sind, die den Trank gekostet haben, vermute ich, daß er auf andere Art und Weise wirkt. Man sagt, er wirkt als eine Art Durchgang in eine andere Welt, was liegt näher, als ihn auf eine Wand zu streichen..."

Voldemort kniff die Augen zusammen, er dachte über das Gehörte nach. Pettigrew bewegte sich noch immer keinen Millimeter, aber aus seinen kleinen Äuglein sah er Severus dankbar an. Dessen Gesicht sah aus, als würde er gerade bereuen, nicht erst etwas später über seine Theorie gesprochen zu haben und seine Lippen kräuselten sich verächtlich.

Mit einer fließenden Bewegung stand Voldemort plötzlich auf und wehte förmlich auf die gegenüberliegende Wand des Saales zu. Er nahm im Vorbeigehen dem erstarrten Pettigrew den Flakon aus der Hand, ohne diesen weiter zu beachten. Sämtliche seiner Anhänger folgten ihm wie eine kleine Herde Schafe - sich gegenseitig schubsend und wegdrückend. Severus hingegen lief in einigem Abstand hinter der Masse her. Bellatrix Lestrange stand in vorderster Front, entzückt, ihrem Meister so nahe sein zu dürfen. Er drehte sich zu ihr und streckte die Hand nach ihr aus. Glücklich lächelte sie ihn an, doch er sagte nur barsch: "Dein Zauberstab!"

Bellatrix reichte ihm das gewünschte mit dem Ausdruck höchster Verzückung. Der Dunkle Lord tauchte den kirschroten Stab mit der Spitze in den Flakon. Plötzlich begann die Flüssigkeit noch intensiver und kräftiger zu leuchten. Als Voldemort den Zauberstab aus dem Fläschchen herauszog, zog er dabei auch zarte rosafarbene Nebelschlieren mit heraus. Mit diesen malte Vorldemort eine Art Kreis auf die Wand und plötzlich gleißte strahlendes Licht dort aus der Wand, wo Voldemort seinen Strich gezogen hatte. Die massive Wand schien vom äußeren Rand des Kreises nach innen zu verschwinden und sah nun aus wie eine leuchtend blaugraue Wasserfläche, deren Wellen nach außen zu fließen schienen.

Voldemort sah sich nach seinen Anhängern um und sagte trocken zu Severus: "Da du diese grandiose Idee hattest, wird es dir sicher nichts ausmachen, mich zu begleiten. Aber die Ratte wird als erste marschieren."

Pettigrew, der grade wieder ein bisschen Farbe auf die Wangen bekommen hatte, erbleichte zusehendst.
"Aaaaaber iiiiich wwwerde uch kkkkeine Hhhhilfe sein kkkönnen, Herr."
Verzweifelt blickte er von einem Zauberer zum anderen und freute sich sichtlich, als Bellatrix Lestrange ihn beiseite schob und ihrem Meister an die Seite eilte.

"Lasst mich euch begleiten", rief sie mit einem schon fast irren Funkeln in den Augen. "In diesem ganzen Haufen gibt es niemand, der euch treuer zur Seite steht als ich."

Die Gedanken, die dem dunklen Lord durch den Kopf schossen, waren nicht gerade schmeichelhaft für diese ihm so ergebene Zauberin.
'Keine Weiber', knurrte es in ihm. "Nein Bella", erwiederte Voldemort. "Deine treuen Dienste benötige ich hier viel dringender. Du musst dafür sorgen, das hier alles reibungslos weiter läuft und sich keine Verräter in meine Reihen einschleichen."

Dann packte er Peter an den Schultern, grinste ihn mit seinem Totenschädel noch einmal an und sagte:" Nach dir, du Ratte."
Danach stieß er Wurmschwanz ...

Fortsetzung folgt.

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Zitat:
Noch immer zuckten die Mundwinkel von Severus unbestreitbar amüsiert. Dann wandte er sich an Voldemort und sagte leise aber mit volltönender Stimme: "Mein Lord, darf ich eine Theorie äußern?"

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Zitat:
Pettigrew bewegte sich noch immer keinen Millimeter, aber aus seinen kleinen Äuglein sah er Severus dankbar an. Dessen Gesicht sah aus, als würde er gerade bereuen, nicht erst etwas später über seine Theorie gesprochen zu haben und seine Lippen kräuselten sich verächtlich.

*wegschmeiß* Wie geil! Dafür könnte ich Severus glatt mögen!

Zitat:
Die Gedanken, die dem dunklen Lord durch den Kopf schossen, waren nicht gerade schmeichelhaft für diese ihm so ergebene Zauberin.
'Keine Weiber', knurrte es in ihm.

:lool:

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Manche Zauberer sagen, es gibt eine parallele Dimension, in der das Gute und das Böse einen erbitterten Kampf ausfechten um die Herrschaft über alle lebendigen Wesen zu erlangen. Manche Zauberer sagen, das es sich dabei nicht um eine Dimension sondern das Zaubereifinanzministerium handelt.
Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew stolperte nach vorn, um seinem Herrn den Zaubertrank zu überreichen.
"Für euch, Mylord.", stammelte Pettigrew. "Den Herrscher über die Welten."

Mit spitzen Fingern ergriff Lord Voldermort das kleine Flakon und Pettigrew zog sich hastig zurück.
Der Zaubertrank schimmerte unnatürlich rosa in dem dunklen, nur von Fackeln beschienen Saal, in dem Voldemorts Anhänger versammelt waren und nun neugierig näher traten. Lord Voldemort führte das kleine Flakon näher an seine Augen und untersuchte die sich stetig bewegende Flüssigkeit, die sich mal ganz glatt wie Wasser in ihrem Gefäß befand, dann wieder seltsame verborgene Strukturen bildete.
Selbst Lord Voldemorts Gesicht hatte einen unnatürlichen rosafarbenen Schimmer angenommen und seine voher blassen weißen Lippen wirkten wie von einem Lipgloss überzogen.
"Interessant.", murmelte Lord Voldemort und schüttelte das Gefäß und sofort begann die Flüssigkeit noch stärker zu leuchten.
"Severus!", rief Lord Voldemort in die vollkommene Stille des Saals und richtete seine Augen auf den Zaubertrankmeister, der zu ihm trat. "Sage mir, kennst du solch einen Zaubertrank?"
Severus Mundwinkel zuckte leicht, ob der Abscheu gegen die Bonbonfarbe des Zaubertrankes oder der Amüsierung über die rosane Gesichtsfarbe Lord Voldemorts. Doch bevor Lord Voldemort irgendetwas bemerkt hatte, waren Severus Gesichtszüge so kontrolliert wie eh und je.
"Nun.", begann der Zaubertrankmeister und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Ich habe von solch einem Trank gehört. Doch angeblich hätte noch kein Zauberer es geschafft ihn zu brauen, ohne den Zorn des Timelords auf sich zu ziehen und auf mysteriöse Art und Weise zu versterben."
Die vorher noch angenehme Stille im Saal hatte sich gewandelt. Jetzt lag eine unangenehme Spannung in der Luft und Pettigrew kauerte sich zu Boden.
"Timelord sagst du?", wiederholte Lord Voldemort und Nagini wand sich an seinem Thron empor und zischte nervös in Severus Richtung.
"Von solch einem Lord habe ich bisher noch nicht gehört." Einige seiner Anhänger lachten, doch mit einem einzigen Blick brachte Lord Voldemort sie zum Schweigen.
"Was soll das für ein Lord sein?"

Severus legte mit einem leichten Stirnrunzeln seine Fingerspitzen aneinander und erwiderte: "Der Timelord, so sagt man, wacht über das Raum-Zeit-Gefüge und verhindert ein Chaos zwischen den Welten, das entstehen würde, wenn jeder von einer Welt in eine andere springen könnte. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, denn es ist noch nie einer zurück gekehrt, der diesen Trank gekostet hat."
Voldemort zuckte verächtlich mit den Schultern.
Peter piepste aufgeregt dazwischen: "Dddda war auch bbbestimmt keiner von sssso mmmmächtig wwwie unser Mmmmeister."
"Ich kann nur berichten, was ich gehört habe", sagte Severus. "Namen sind mir keine bekannt."
Voldemorts Augen begannen zu glühen. Er musterte Peter mit einem undurchdringlichen Blick.
"Nun, da du mir den Trank gebracht hast, wirst du auch den ersten Schluck davon probieren. Dann werden wir ja sehen was geschieht."

Pettigrew wurde noch blasser und durchsichtiger, als er ohnehin schon war. Seine wasserblauen kleinen Augen wanderten unstet hin und her und suchten verzweifelt nach einem Ausgang. Doch alleine die böse Aura seines Meisters genügte, um zu verhindern, daß er das Weite suchte.
Severus stand neben Voldemort und sah mit unverholen amüsiertem Gesichtsausdruck zu, wie sich die kleine Ratte hin und her wandt, um dem Unvermeidlichen zu entgehen. Doch es half alles nichts, Peter emfing den Flakon aus der Hand seines Meisters und entkorkte ihn. Dann hob er ihn mit einem weinerlichen Gesicht an seine Lippen und warf einen letzten verzweifelten Blick auf seinen Herrn.

Noch immer zuckten die Mundwinkel von Severus unbestreitbar amüsiert. Dann wandte er sich an Voldemort und sagte leise aber mit volltönender Stimme: "Mein Lord, darf ich eine Theorie äußern?" Pettigrews fror mitten in der Bewegung ein, das Fläschchen mit dem Zaubertrank noch immer an den Lippen. Sein Gesicht wurde von der grandios leuchtenden Flüssigkeit grellpink beleuchtet. Er wirkte wie ein rosafarbenes Standbild eines sehr häßlichen kleinen Mannes.

Voldemort sah Severus an und auf eine gnädige Handbewegung sowie ein angedeutetes Nicken von ihm, sprach Severus weiter: "Nachdem bisher alle verstorben sind, die den Trank gekostet haben, vermute ich, daß er auf andere Art und Weise wirkt. Man sagt, er wirkt als eine Art Durchgang in eine andere Welt, was liegt näher, als ihn auf eine Wand zu streichen..."

Voldemort kniff die Augen zusammen, er dachte über das Gehörte nach. Pettigrew bewegte sich noch immer keinen Millimeter, aber aus seinen kleinen Äuglein sah er Severus dankbar an. Dessen Gesicht sah aus, als würde er gerade bereuen, nicht erst etwas später über seine Theorie gesprochen zu haben und seine Lippen kräuselten sich verächtlich.

Mit einer fließenden Bewegung stand Voldemort plötzlich auf und wehte förmlich auf die gegenüberliegende Wand des Saales zu. Er nahm im Vorbeigehen dem erstarrten Pettigrew den Flakon aus der Hand, ohne diesen weiter zu beachten. Sämtliche seiner Anhänger folgten ihm wie eine kleine Herde Schafe - sich gegenseitig schubsend und wegdrückend. Severus hingegen lief in einigem Abstand hinter der Masse her. Bellatrix Lestrange stand in vorderster Front, entzückt, ihrem Meister so nahe sein zu dürfen. Er drehte sich zu ihr und streckte die Hand nach ihr aus. Glücklich lächelte sie ihn an, doch er sagte nur barsch: "Dein Zauberstab!"

Bellatrix reichte ihm das gewünschte mit dem Ausdruck höchster Verzückung. Der Dunkle Lord tauchte den kirschroten Stab mit der Spitze in den Flakon. Plötzlich begann die Flüssigkeit noch intensiver und kräftiger zu leuchten. Als Voldemort den Zauberstab aus dem Fläschchen herauszog, zog er dabei auch zarte rosafarbene Nebelschlieren mit heraus. Mit diesen malte Vorldemort eine Art Kreis auf die Wand und plötzlich gleißte strahlendes Licht dort aus der Wand, wo Voldemort seinen Strich gezogen hatte. Die massive Wand schien vom äußeren Rand des Kreises nach innen zu verschwinden und sah nun aus wie eine leuchtend blaugraue Wasserfläche, deren Wellen nach außen zu fließen schienen.

Voldemort sah sich nach seinen Anhängern um und sagte trocken zu Severus: "Da du diese grandiose Idee hattest, wird es dir sicher nichts ausmachen, mich zu begleiten. Aber die Ratte wird als erste marschieren."

Pettigrew, der grade wieder ein bisschen Farbe auf die Wangen bekommen hatte, erbleichte zusehendst.
"Aaaaaber iiiiich wwwerde uch kkkkeine Hhhhilfe sein kkkönnen, Herr."
Verzweifelt blickte er von einem Zauberer zum anderen und freute sich sichtlich, als Bellatrix Lestrange ihn beiseite schob und ihrem Meister an die Seite eilte.

"Lasst mich euch begleiten", rief sie mit einem schon fast irren Funkeln in den Augen. "In diesem ganzen Haufen gibt es niemand, der euch treuer zur Seite steht als ich."

Die Gedanken, die dem dunklen Lord durch den Kopf schossen, waren nicht gerade schmeichelhaft für diese ihm so ergebene Zauberin.
'Keine Weiber', knurrte es in ihm. "Nein Bella", erwiederte Voldemort. "Deine treuen Dienste benötige ich hier viel dringender. Du musst dafür sorgen, das hier alles reibungslos weiter läuft und sich keine Verräter in meine Reihen einschleichen."

Dann packte er Peter an den Schultern, grinste ihn mit seinem Totenschädel noch einmal an und sagte:" Nach dir, du Ratte."
Danach stieß er Wurmschwanz grob vor die Wand, die gar keine Wand mehr war, sondern das Tor zu einer anderen, geheimnissvollen Welt. Fast schien es, als würde die Sonne der anderen Welt in den dunklen Saal scheinen und das Rauschen des Windes an die Ohren der Todesser dringen.
Noch zögerte Pettigrew, doch Lord Voldemort stieß ihm den Zauberstab in den Rücken. "Vorwärts, du Ratte.", zischte Lord Voldemort und seine Stimme klang sichtlich aufgeregt. "Sofort!"
Wie ein Blinder streckte Pettigrew bebend vor Angst seine kurzen Arme aus und fasste in die blaue, sich bewegende Masse.
Er machte einen Schritt nach vorn, dann noch einen, und dann war er verschwunden.
"Hervorragend.", flüsterte Lord Voldemort und machte sich ebenfalls dazu bereit durch das Tor zu treten, als eine ohrenbetäubende Explosion den Saal erschütterte.
"Da sind sie!", erklangen aufgeregte Schreie.
"Mir nach Auroren!", ertönte eine andere Stimme und Lord Voldemort drehte sich nur entnervt zu den Unruhestiftern um.
Es war nicht schwer zu erraten, wer ihn mal wieder bei wichtigen Angelegenheiten störte, Angelegenheiten, die ganz und gar nichts für einen neugierigen und neunmalklugen Teenager waren, der ständig versuchte seine Weltherrschaft zu verhinden.
Voldemorts Gefolgschaft hatte sich längst formiert und die Zauberstäbe gezückt, doch noch warteten sie auf die Befehle ihres Herrn.

"Sieh' an, sieh' an.", sagte Lord Voldemort und beobachtete mit verachtendem Blick die Gruppe von Zauberern und Hexen auf der anderen Seite des Saals. "Welch' eine Ehre, dass ihr am Tag meines Triumpfes erscheint! Und sogar Potter selbst ist gekommen." Ein irres Lachen entsprang Voldemorts Kehle. "Schade nur, dass ihr nicht mehr miterleben werdet, wie ich zum Herrscher über die Welten werde. Zum größten Lord der Geschichte."
"Hat er das nicht schon einmal erwähnt?", fragte Fred Weasley seinen Bruder.
"Ja, ein paar mal, glaube ich.", erwiderte George grinsend.
"So ganz nebenbei."
"Die letzten 14 Jahre über..." (Fortsetzung folgt)

"

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BeitragVerfasst: 11. Mär 2009 21:53 
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Manche Zauberer sagen, es gibt eine parallele Dimension, in der das Gute und das Böse einen erbitterten Kampf ausfechten um die Herrschaft über alle lebendigen Wesen zu erlangen. Manche Zauberer sagen, das es sich dabei nicht um eine Dimension sondern das Zaubereifinanzministerium handelt.
Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew stolperte nach vorn, um seinem Herrn den Zaubertrank zu überreichen.
"Für euch, Mylord.", stammelte Pettigrew. "Den Herrscher über die Welten."

Mit spitzen Fingern ergriff Lord Voldermort das kleine Flakon und Pettigrew zog sich hastig zurück.
Der Zaubertrank schimmerte unnatürlich rosa in dem dunklen, nur von Fackeln beschienen Saal, in dem Voldemorts Anhänger versammelt waren und nun neugierig näher traten. Lord Voldemort führte das kleine Flakon näher an seine Augen und untersuchte die sich stetig bewegende Flüssigkeit, die sich mal ganz glatt wie Wasser in ihrem Gefäß befand, dann wieder seltsame verborgene Strukturen bildete.
Selbst Lord Voldemorts Gesicht hatte einen unnatürlichen rosafarbenen Schimmer angenommen und seine voher blassen weißen Lippen wirkten wie von einem Lipgloss überzogen.
"Interessant.", murmelte Lord Voldemort und schüttelte das Gefäß und sofort begann die Flüssigkeit noch stärker zu leuchten.
"Severus!", rief Lord Voldemort in die vollkommene Stille des Saals und richtete seine Augen auf den Zaubertrankmeister, der zu ihm trat. "Sage mir, kennst du solch einen Zaubertrank?"
Severus Mundwinkel zuckte leicht, ob der Abscheu gegen die Bonbonfarbe des Zaubertrankes oder der Amüsierung über die rosane Gesichtsfarbe Lord Voldemorts. Doch bevor Lord Voldemort irgendetwas bemerkt hatte, waren Severus Gesichtszüge so kontrolliert wie eh und je.
"Nun.", begann der Zaubertrankmeister und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Ich habe von solch einem Trank gehört. Doch angeblich hätte noch kein Zauberer es geschafft ihn zu brauen, ohne den Zorn des Timelords auf sich zu ziehen und auf mysteriöse Art und Weise zu versterben."
Die vorher noch angenehme Stille im Saal hatte sich gewandelt. Jetzt lag eine unangenehme Spannung in der Luft und Pettigrew kauerte sich zu Boden.
"Timelord sagst du?", wiederholte Lord Voldemort und Nagini wand sich an seinem Thron empor und zischte nervös in Severus Richtung.
"Von solch einem Lord habe ich bisher noch nicht gehört." Einige seiner Anhänger lachten, doch mit einem einzigen Blick brachte Lord Voldemort sie zum Schweigen.
"Was soll das für ein Lord sein?"

Severus legte mit einem leichten Stirnrunzeln seine Fingerspitzen aneinander und erwiderte: "Der Timelord, so sagt man, wacht über das Raum-Zeit-Gefüge und verhindert ein Chaos zwischen den Welten, das entstehen würde, wenn jeder von einer Welt in eine andere springen könnte. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, denn es ist noch nie einer zurück gekehrt, der diesen Trank gekostet hat."
Voldemort zuckte verächtlich mit den Schultern.
Peter piepste aufgeregt dazwischen: "Dddda war auch bbbestimmt keiner von sssso mmmmächtig wwwie unser Mmmmeister."
"Ich kann nur berichten, was ich gehört habe", sagte Severus. "Namen sind mir keine bekannt."
Voldemorts Augen begannen zu glühen. Er musterte Peter mit einem undurchdringlichen Blick.
"Nun, da du mir den Trank gebracht hast, wirst du auch den ersten Schluck davon probieren. Dann werden wir ja sehen was geschieht."

Pettigrew wurde noch blasser und durchsichtiger, als er ohnehin schon war. Seine wasserblauen kleinen Augen wanderten unstet hin und her und suchten verzweifelt nach einem Ausgang. Doch alleine die böse Aura seines Meisters genügte, um zu verhindern, daß er das Weite suchte.
Severus stand neben Voldemort und sah mit unverholen amüsiertem Gesichtsausdruck zu, wie sich die kleine Ratte hin und her wandt, um dem Unvermeidlichen zu entgehen. Doch es half alles nichts, Peter emfing den Flakon aus der Hand seines Meisters und entkorkte ihn. Dann hob er ihn mit einem weinerlichen Gesicht an seine Lippen und warf einen letzten verzweifelten Blick auf seinen Herrn.

Noch immer zuckten die Mundwinkel von Severus unbestreitbar amüsiert. Dann wandte er sich an Voldemort und sagte leise aber mit volltönender Stimme: "Mein Lord, darf ich eine Theorie äußern?" Pettigrews fror mitten in der Bewegung ein, das Fläschchen mit dem Zaubertrank noch immer an den Lippen. Sein Gesicht wurde von der grandios leuchtenden Flüssigkeit grellpink beleuchtet. Er wirkte wie ein rosafarbenes Standbild eines sehr häßlichen kleinen Mannes.

Voldemort sah Severus an und auf eine gnädige Handbewegung sowie ein angedeutetes Nicken von ihm, sprach Severus weiter: "Nachdem bisher alle verstorben sind, die den Trank gekostet haben, vermute ich, daß er auf andere Art und Weise wirkt. Man sagt, er wirkt als eine Art Durchgang in eine andere Welt, was liegt näher, als ihn auf eine Wand zu streichen..."

Voldemort kniff die Augen zusammen, er dachte über das Gehörte nach. Pettigrew bewegte sich noch immer keinen Millimeter, aber aus seinen kleinen Äuglein sah er Severus dankbar an. Dessen Gesicht sah aus, als würde er gerade bereuen, nicht erst etwas später über seine Theorie gesprochen zu haben und seine Lippen kräuselten sich verächtlich.

Mit einer fließenden Bewegung stand Voldemort plötzlich auf und wehte förmlich auf die gegenüberliegende Wand des Saales zu. Er nahm im Vorbeigehen dem erstarrten Pettigrew den Flakon aus der Hand, ohne diesen weiter zu beachten. Sämtliche seiner Anhänger folgten ihm wie eine kleine Herde Schafe - sich gegenseitig schubsend und wegdrückend. Severus hingegen lief in einigem Abstand hinter der Masse her. Bellatrix Lestrange stand in vorderster Front, entzückt, ihrem Meister so nahe sein zu dürfen. Er drehte sich zu ihr und streckte die Hand nach ihr aus. Glücklich lächelte sie ihn an, doch er sagte nur barsch: "Dein Zauberstab!"

Bellatrix reichte ihm das gewünschte mit dem Ausdruck höchster Verzückung. Der Dunkle Lord tauchte den kirschroten Stab mit der Spitze in den Flakon. Plötzlich begann die Flüssigkeit noch intensiver und kräftiger zu leuchten. Als Voldemort den Zauberstab aus dem Fläschchen herauszog, zog er dabei auch zarte rosafarbene Nebelschlieren mit heraus. Mit diesen malte Vorldemort eine Art Kreis auf die Wand und plötzlich gleißte strahlendes Licht dort aus der Wand, wo Voldemort seinen Strich gezogen hatte. Die massive Wand schien vom äußeren Rand des Kreises nach innen zu verschwinden und sah nun aus wie eine leuchtend blaugraue Wasserfläche, deren Wellen nach außen zu fließen schienen.

Voldemort sah sich nach seinen Anhängern um und sagte trocken zu Severus: "Da du diese grandiose Idee hattest, wird es dir sicher nichts ausmachen, mich zu begleiten. Aber die Ratte wird als erste marschieren."

Pettigrew, der grade wieder ein bisschen Farbe auf die Wangen bekommen hatte, erbleichte zusehendst.
"Aaaaaber iiiiich wwwerde uch kkkkeine Hhhhilfe sein kkkönnen, Herr."
Verzweifelt blickte er von einem Zauberer zum anderen und freute sich sichtlich, als Bellatrix Lestrange ihn beiseite schob und ihrem Meister an die Seite eilte.

"Lasst mich euch begleiten", rief sie mit einem schon fast irren Funkeln in den Augen. "In diesem ganzen Haufen gibt es niemand, der euch treuer zur Seite steht als ich."

Die Gedanken, die dem dunklen Lord durch den Kopf schossen, waren nicht gerade schmeichelhaft für diese ihm so ergebene Zauberin.
'Keine Weiber', knurrte es in ihm. "Nein Bella", erwiederte Voldemort. "Deine treuen Dienste benötige ich hier viel dringender. Du musst dafür sorgen, das hier alles reibungslos weiter läuft und sich keine Verräter in meine Reihen einschleichen."

Dann packte er Peter an den Schultern, grinste ihn mit seinem Totenschädel noch einmal an und sagte:" Nach dir, du Ratte."
Danach stieß er Wurmschwanz grob vor die Wand, die gar keine Wand mehr war, sondern das Tor zu einer anderen, geheimnissvollen Welt. Fast schien es, als würde die Sonne der anderen Welt in den dunklen Saal scheinen und das Rauschen des Windes an die Ohren der Todesser dringen.
Noch zögerte Pettigrew, doch Lord Voldemort stieß ihm den Zauberstab in den Rücken. "Vorwärts, du Ratte.", zischte Lord Voldemort und seine Stimme klang sichtlich aufgeregt. "Sofort!"
Wie ein Blinder streckte Pettigrew bebend vor Angst seine kurzen Arme aus und fasste in die blaue, sich bewegende Masse.
Er machte einen Schritt nach vorn, dann noch einen, und dann war er verschwunden.
"Hervorragend.", flüsterte Lord Voldemort und machte sich ebenfalls dazu bereit durch das Tor zu treten, als eine ohrenbetäubende Explosion den Saal erschütterte.
"Da sind sie!", erklangen aufgeregte Schreie.
"Mir nach Auroren!", ertönte eine andere Stimme und Lord Voldemort drehte sich nur entnervt zu den Unruhestiftern um.
Es war nicht schwer zu erraten, wer ihn mal wieder bei wichtigen Angelegenheiten störte, Angelegenheiten, die ganz und gar nichts für einen neugierigen und neunmalklugen Teenager waren, der ständig versuchte seine Weltherrschaft zu verhinden.
Voldemorts Gefolgschaft hatte sich längst formiert und die Zauberstäbe gezückt, doch noch warteten sie auf die Befehle ihres Herrn.

"Sieh' an, sieh' an.", sagte Lord Voldemort und beobachtete mit verachtendem Blick die Gruppe von Zauberern und Hexen auf der anderen Seite des Saals. "Welch' eine Ehre, dass ihr am Tag meines Triumpfes erscheint! Und sogar Potter selbst ist gekommen." Ein irres Lachen entsprang Voldemorts Kehle. "Schade nur, dass ihr nicht mehr miterleben werdet, wie ich zum Herrscher über die Welten werde. Zum größten Lord der Geschichte."
"Hat er das nicht schon einmal erwähnt?", fragte Fred Weasley seinen Bruder.
"Ja, ein paar mal, glaube ich.", erwiderte George grinsend.
"So ganz nebenbei."
"Die letzten 14 Jahre über..."

Voldemorts Gesicht verfinsterte sich ob der Scherze der Zwillinge und er überlegte schon ernsthaft, sie kurzerhand mit einem Avada Kedavra ins Jenseits zu befördern, als Bellatrix wutentbrannt dazwischen sprang.
"Ich werde euch lehren, den dunklen Lord zu fürchten", kreischte sie und ging mit erhobenem Zauberstab auf Fred und George zu.
Diese gingen vor der Furie in Sicherheit, die wahllos Flüche schreiend mit dem Zauberstab fuchtelte, dabei einigen Zauberern den Garaus machend, die eigentlich auf ihrer seite standen.

"Ist doch klasse, George", rief Fred. "Da brauchen wir uns gar nicht groß anstrengen. Bring das Aas in Wut und ihr sind die Opfer völlig egal."
Dabei sprang er aus der Deckung und feuerte einen Kitzelfluch auf Bellatrix ab, der sie noch mehr in Rage brachte.
"Jetzt aber nichts wie in Deckung," schrie sein Zwillingsbruder, "sie macht Ernst."

Harry, der einen kurzen Moment von dem Tumult abgelenkt war, verlor Voldemort aus den Augen.
"Wo ist er hin, verdammt?" , murmelte er vor sich hin.
Doch dann sah er die sich noch immer kräuselnde Wand, deren Wellenbewegung in diesem Moment viel stärker zu sein schienen als vorher.
"Voldemort flieht", rief er seinen Freunden zu. Hermine, die einen letzten Blick auf den dunklen Lord werfen konnte, bevor er verschwandt, rief Harry zu: "Er ist durch die Wand. Aber mach ja nicht ..."

Zu spät kamen ihre mahnenden Worte, denn Harry ... (Fortsetzung folgt)

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Manche Zauberer sagen, es gibt eine parallele Dimension, in der das Gute und das Böse einen erbitterten Kampf ausfechten um die Herrschaft über alle lebendigen Wesen zu erlangen. Manche Zauberer sagen, das es sich dabei nicht um eine Dimension sondern das Zaubereifinanzministerium handelt.
Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew stolperte nach vorn, um seinem Herrn den Zaubertrank zu überreichen.
"Für euch, Mylord.", stammelte Pettigrew. "Den Herrscher über die Welten."

Mit spitzen Fingern ergriff Lord Voldermort das kleine Flakon und Pettigrew zog sich hastig zurück.
Der Zaubertrank schimmerte unnatürlich rosa in dem dunklen, nur von Fackeln beschienen Saal, in dem Voldemorts Anhänger versammelt waren und nun neugierig näher traten. Lord Voldemort führte das kleine Flakon näher an seine Augen und untersuchte die sich stetig bewegende Flüssigkeit, die sich mal ganz glatt wie Wasser in ihrem Gefäß befand, dann wieder seltsame verborgene Strukturen bildete.
Selbst Lord Voldemorts Gesicht hatte einen unnatürlichen rosafarbenen Schimmer angenommen und seine voher blassen weißen Lippen wirkten wie von einem Lipgloss überzogen.
"Interessant.", murmelte Lord Voldemort und schüttelte das Gefäß und sofort begann die Flüssigkeit noch stärker zu leuchten.
"Severus!", rief Lord Voldemort in die vollkommene Stille des Saals und richtete seine Augen auf den Zaubertrankmeister, der zu ihm trat. "Sage mir, kennst du solch einen Zaubertrank?"
Severus Mundwinkel zuckte leicht, ob der Abscheu gegen die Bonbonfarbe des Zaubertrankes oder der Amüsierung über die rosane Gesichtsfarbe Lord Voldemorts. Doch bevor Lord Voldemort irgendetwas bemerkt hatte, waren Severus Gesichtszüge so kontrolliert wie eh und je.
"Nun.", begann der Zaubertrankmeister und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Ich habe von solch einem Trank gehört. Doch angeblich hätte noch kein Zauberer es geschafft ihn zu brauen, ohne den Zorn des Timelords auf sich zu ziehen und auf mysteriöse Art und Weise zu versterben."
Die vorher noch angenehme Stille im Saal hatte sich gewandelt. Jetzt lag eine unangenehme Spannung in der Luft und Pettigrew kauerte sich zu Boden.
"Timelord sagst du?", wiederholte Lord Voldemort und Nagini wand sich an seinem Thron empor und zischte nervös in Severus Richtung.
"Von solch einem Lord habe ich bisher noch nicht gehört." Einige seiner Anhänger lachten, doch mit einem einzigen Blick brachte Lord Voldemort sie zum Schweigen.
"Was soll das für ein Lord sein?"

Severus legte mit einem leichten Stirnrunzeln seine Fingerspitzen aneinander und erwiderte: "Der Timelord, so sagt man, wacht über das Raum-Zeit-Gefüge und verhindert ein Chaos zwischen den Welten, das entstehen würde, wenn jeder von einer Welt in eine andere springen könnte. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, denn es ist noch nie einer zurück gekehrt, der diesen Trank gekostet hat."
Voldemort zuckte verächtlich mit den Schultern.
Peter piepste aufgeregt dazwischen: "Dddda war auch bbbestimmt keiner von sssso mmmmächtig wwwie unser Mmmmeister."
"Ich kann nur berichten, was ich gehört habe", sagte Severus. "Namen sind mir keine bekannt."
Voldemorts Augen begannen zu glühen. Er musterte Peter mit einem undurchdringlichen Blick.
"Nun, da du mir den Trank gebracht hast, wirst du auch den ersten Schluck davon probieren. Dann werden wir ja sehen was geschieht."

Pettigrew wurde noch blasser und durchsichtiger, als er ohnehin schon war. Seine wasserblauen kleinen Augen wanderten unstet hin und her und suchten verzweifelt nach einem Ausgang. Doch alleine die böse Aura seines Meisters genügte, um zu verhindern, daß er das Weite suchte.
Severus stand neben Voldemort und sah mit unverholen amüsiertem Gesichtsausdruck zu, wie sich die kleine Ratte hin und her wandt, um dem Unvermeidlichen zu entgehen. Doch es half alles nichts, Peter emfing den Flakon aus der Hand seines Meisters und entkorkte ihn. Dann hob er ihn mit einem weinerlichen Gesicht an seine Lippen und warf einen letzten verzweifelten Blick auf seinen Herrn.

Noch immer zuckten die Mundwinkel von Severus unbestreitbar amüsiert. Dann wandte er sich an Voldemort und sagte leise aber mit volltönender Stimme: "Mein Lord, darf ich eine Theorie äußern?" Pettigrews fror mitten in der Bewegung ein, das Fläschchen mit dem Zaubertrank noch immer an den Lippen. Sein Gesicht wurde von der grandios leuchtenden Flüssigkeit grellpink beleuchtet. Er wirkte wie ein rosafarbenes Standbild eines sehr häßlichen kleinen Mannes.

Voldemort sah Severus an und auf eine gnädige Handbewegung sowie ein angedeutetes Nicken von ihm, sprach Severus weiter: "Nachdem bisher alle verstorben sind, die den Trank gekostet haben, vermute ich, daß er auf andere Art und Weise wirkt. Man sagt, er wirkt als eine Art Durchgang in eine andere Welt, was liegt näher, als ihn auf eine Wand zu streichen..."

Voldemort kniff die Augen zusammen, er dachte über das Gehörte nach. Pettigrew bewegte sich noch immer keinen Millimeter, aber aus seinen kleinen Äuglein sah er Severus dankbar an. Dessen Gesicht sah aus, als würde er gerade bereuen, nicht erst etwas später über seine Theorie gesprochen zu haben und seine Lippen kräuselten sich verächtlich.

Mit einer fließenden Bewegung stand Voldemort plötzlich auf und wehte förmlich auf die gegenüberliegende Wand des Saales zu. Er nahm im Vorbeigehen dem erstarrten Pettigrew den Flakon aus der Hand, ohne diesen weiter zu beachten. Sämtliche seiner Anhänger folgten ihm wie eine kleine Herde Schafe - sich gegenseitig schubsend und wegdrückend. Severus hingegen lief in einigem Abstand hinter der Masse her. Bellatrix Lestrange stand in vorderster Front, entzückt, ihrem Meister so nahe sein zu dürfen. Er drehte sich zu ihr und streckte die Hand nach ihr aus. Glücklich lächelte sie ihn an, doch er sagte nur barsch: "Dein Zauberstab!"

Bellatrix reichte ihm das gewünschte mit dem Ausdruck höchster Verzückung. Der Dunkle Lord tauchte den kirschroten Stab mit der Spitze in den Flakon. Plötzlich begann die Flüssigkeit noch intensiver und kräftiger zu leuchten. Als Voldemort den Zauberstab aus dem Fläschchen herauszog, zog er dabei auch zarte rosafarbene Nebelschlieren mit heraus. Mit diesen malte Vorldemort eine Art Kreis auf die Wand und plötzlich gleißte strahlendes Licht dort aus der Wand, wo Voldemort seinen Strich gezogen hatte. Die massive Wand schien vom äußeren Rand des Kreises nach innen zu verschwinden und sah nun aus wie eine leuchtend blaugraue Wasserfläche, deren Wellen nach außen zu fließen schienen.

Voldemort sah sich nach seinen Anhängern um und sagte trocken zu Severus: "Da du diese grandiose Idee hattest, wird es dir sicher nichts ausmachen, mich zu begleiten. Aber die Ratte wird als erste marschieren."

Pettigrew, der grade wieder ein bisschen Farbe auf die Wangen bekommen hatte, erbleichte zusehendst.
"Aaaaaber iiiiich wwwerde uch kkkkeine Hhhhilfe sein kkkönnen, Herr."
Verzweifelt blickte er von einem Zauberer zum anderen und freute sich sichtlich, als Bellatrix Lestrange ihn beiseite schob und ihrem Meister an die Seite eilte.

"Lasst mich euch begleiten", rief sie mit einem schon fast irren Funkeln in den Augen. "In diesem ganzen Haufen gibt es niemand, der euch treuer zur Seite steht als ich."

Die Gedanken, die dem dunklen Lord durch den Kopf schossen, waren nicht gerade schmeichelhaft für diese ihm so ergebene Zauberin.
'Keine Weiber', knurrte es in ihm. "Nein Bella", erwiederte Voldemort. "Deine treuen Dienste benötige ich hier viel dringender. Du musst dafür sorgen, das hier alles reibungslos weiter läuft und sich keine Verräter in meine Reihen einschleichen."

Dann packte er Peter an den Schultern, grinste ihn mit seinem Totenschädel noch einmal an und sagte:" Nach dir, du Ratte."
Danach stieß er Wurmschwanz grob vor die Wand, die gar keine Wand mehr war, sondern das Tor zu einer anderen, geheimnissvollen Welt. Fast schien es, als würde die Sonne der anderen Welt in den dunklen Saal scheinen und das Rauschen des Windes an die Ohren der Todesser dringen.
Noch zögerte Pettigrew, doch Lord Voldemort stieß ihm den Zauberstab in den Rücken. "Vorwärts, du Ratte.", zischte Lord Voldemort und seine Stimme klang sichtlich aufgeregt. "Sofort!"
Wie ein Blinder streckte Pettigrew bebend vor Angst seine kurzen Arme aus und fasste in die blaue, sich bewegende Masse.
Er machte einen Schritt nach vorn, dann noch einen, und dann war er verschwunden.
"Hervorragend.", flüsterte Lord Voldemort und machte sich ebenfalls dazu bereit durch das Tor zu treten, als eine ohrenbetäubende Explosion den Saal erschütterte.
"Da sind sie!", erklangen aufgeregte Schreie.
"Mir nach Auroren!", ertönte eine andere Stimme und Lord Voldemort drehte sich nur entnervt zu den Unruhestiftern um.
Es war nicht schwer zu erraten, wer ihn mal wieder bei wichtigen Angelegenheiten störte, Angelegenheiten, die ganz und gar nichts für einen neugierigen und neunmalklugen Teenager waren, der ständig versuchte seine Weltherrschaft zu verhinden.
Voldemorts Gefolgschaft hatte sich längst formiert und die Zauberstäbe gezückt, doch noch warteten sie auf die Befehle ihres Herrn.

"Sieh' an, sieh' an.", sagte Lord Voldemort und beobachtete mit verachtendem Blick die Gruppe von Zauberern und Hexen auf der anderen Seite des Saals. "Welch' eine Ehre, dass ihr am Tag meines Triumpfes erscheint! Und sogar Potter selbst ist gekommen." Ein irres Lachen entsprang Voldemorts Kehle. "Schade nur, dass ihr nicht mehr miterleben werdet, wie ich zum Herrscher über die Welten werde. Zum größten Lord der Geschichte."
"Hat er das nicht schon einmal erwähnt?", fragte Fred Weasley seinen Bruder.
"Ja, ein paar mal, glaube ich.", erwiderte George grinsend.
"So ganz nebenbei."
"Die letzten 14 Jahre über..."

Voldemorts Gesicht verfinsterte sich ob der Scherze der Zwillinge und er überlegte schon ernsthaft, sie kurzerhand mit einem Avada Kedavra ins Jenseits zu befördern, als Bellatrix wutentbrannt dazwischen sprang.
"Ich werde euch lehren, den dunklen Lord zu fürchten", kreischte sie und ging mit erhobenem Zauberstab auf Fred und George zu.
Diese gingen vor der Furie in Sicherheit, die wahllos Flüche schreiend mit dem Zauberstab fuchtelte, dabei einigen Zauberern den Garaus machend, die eigentlich auf ihrer seite standen.

"Ist doch klasse, George", rief Fred. "Da brauchen wir uns gar nicht groß anstrengen. Bring das Aas in Wut und ihr sind die Opfer völlig egal."
Dabei sprang er aus der Deckung und feuerte einen Kitzelfluch auf Bellatrix ab, der sie noch mehr in Rage brachte.
"Jetzt aber nichts wie in Deckung," schrie sein Zwillingsbruder, "sie macht Ernst."

Harry, der einen kurzen Moment von dem Tumult abgelenkt war, verlor Voldemort aus den Augen.
"Wo ist er hin, verdammt?" , murmelte er vor sich hin.
Doch dann sah er die sich noch immer kräuselnde Wand, deren Wellenbewegung in diesem Moment viel stärker zu sein schienen als vorher.
"Voldemort flieht", rief er seinen Freunden zu. Hermine, die einen letzten Blick auf den dunklen Lord werfen konnte, bevor er verschwandt, rief Harry zu: "Er ist durch die Wand. Aber mach ja nicht ..."

Zu spät kamen ihre mahnenden Worte, denn Harry rannte ohne weiter nachzudenken direkt in die Wand hinein und war in der nächsten Sekunde verschwunden. Hermine sah Ron an und verdrehte die Augen. Doch wie immer war ihre Loyalität stärker als die Stimme der Vernunft in ihrem Kopf und sie folgte ihm. Ron rannte ihr hinterher, denn natürlich verstand er mal wieder nichts und wäre wohl auch durch einen brennenden Reifen gesprungen.

Remus überlegte nur kurz und lief dann hinter den Kindern her. Es war nicht das Klügste, ohne Sicht ins Nichts zu laufen, doch sein Verantwortungsgefühl gegenüber den Kindern seiner Freunde war größer als seine Bedenken. ... (wird fortgesetzt)

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Some things in life are bad
They can really make you mad
Other things just make you swear and curse.
When you're chewing on life's gristle
Don't grumble, give a whistle
And this'll help things turn out for the best...
And...always look on the bright side of life...
Always look on the light side of life...
(Text Monty Python)


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BeitragVerfasst: 12. Mär 2009 00:17 
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Manche Zauberer sagen, es gibt eine parallele Dimension, in der das Gute und das Böse einen erbitterten Kampf ausfechten um die Herrschaft über alle lebendigen Wesen zu erlangen. Manche Zauberer sagen, das es sich dabei nicht um eine Dimension sondern das Zaubereifinanzministerium handelt.
Lord Voldemort war bis zum heutigen Morgen davon überzeugt, daß es keine Dimension außer seiner eigenen gab, in der er der unbestrittene Herrscher war. Naja - fast unbestritten. Von einem kleinen Häuflein Wahnsinniger abgesehen, die unbeirrt und völlig uneinsichtig ständig gegen seine Herrschaft anrannten.
Er saß auf seinem Lehnstuhl aus schwarzem Ebenholz, der auf einem etwas erhöhten Podest stand, und sah mit gleichmütiger Miene über die Schar seiner ergebenen Lakaien, die teils wachsam, teils mit glühender Bewunderung, teils furchterfüllt zu ihm aufsahen. Sein schwarzer Umhang bauschte sich und ihn umgab die Aura des puren Bösen.
"Mmmmeister?" ertönte ein zitterndes, dünnes, unangenehm quietschendes Stimmchen. Gnädig wedelte er mit der Hand und befahl damit wortlos dem blassen kleinen Peter Pettigrew näherzutreten. Wie immer wieselte der unterwürfige Lakai heran - furchtsam, schnuppernd, immer nach einem Ausweg schielend. Er hatte ein kleines Fläschchen mit einem geheimnisvollen rosafarbenen Zaubertrank in der Hand. Skeptisch sah Voldemort auf die schillernde Flüssigkeit, die absurd bonbonfarben leuchtete. Er sah die kleine Ratte streng an und hob nur fragend die nicht vorhandenen Augenbrauen.
"Mmmmein Lord, Meister, Herr...", stammelte Pettigrew und seine Hand mit dem Zaubertrank zitterte merklich. "Iiiiich habe, habe es... gestoh... äh... gefund... ähm... ich habe es von jemandem erhalten..." Wieder musterte ihn Voldemort streng aber wortlos.
Völlig zusammenhanglos und vor Angst bibbernd plapperte Pettigrew erneut drauflos: "Der Zzzzauberer, von dem ich ihn habe, ist mächtig... nicht so mächtig wie Ihr, mein Lord, oder Dumbledore...", der Dunkle Lord kniff leicht die Augen zusammen und sein Blick mit dem er die Ratte maß, wurde stechend. "Öhm... hab, hab, hab ich Dumbledore gesagt?... Äh... der Zzzzaubbberer, Zweistein, Alfons Zweistein... Es ist so... der Trank heißt Wibbely-wobbely Timywimy und er..." Pettigrew machte eine Pause und beugte sich verschwörerisch vor: "Er öffnet einen Durchgang in eine andere Welt - eine Welt, die vor Euch erzittern wird, die Ihr unterwerfen werdet, die nur auf Eure Herrschaft gewartet hat!" flüsterte er verschwörerisch und seine kleinen wasserblauen unsteten Augen bekamen einen äußerst unnatürlichen fiebrigen Glanz.
"Zeig!" befahl Lord Voldemort und Pettigrew stolperte nach vorn, um seinem Herrn den Zaubertrank zu überreichen.
"Für euch, Mylord.", stammelte Pettigrew. "Den Herrscher über die Welten."

Mit spitzen Fingern ergriff Lord Voldermort das kleine Flakon und Pettigrew zog sich hastig zurück.
Der Zaubertrank schimmerte unnatürlich rosa in dem dunklen, nur von Fackeln beschienen Saal, in dem Voldemorts Anhänger versammelt waren und nun neugierig näher traten. Lord Voldemort führte das kleine Flakon näher an seine Augen und untersuchte die sich stetig bewegende Flüssigkeit, die sich mal ganz glatt wie Wasser in ihrem Gefäß befand, dann wieder seltsame verborgene Strukturen bildete.
Selbst Lord Voldemorts Gesicht hatte einen unnatürlichen rosafarbenen Schimmer angenommen und seine voher blassen weißen Lippen wirkten wie von einem Lipgloss überzogen.
"Interessant.", murmelte Lord Voldemort und schüttelte das Gefäß und sofort begann die Flüssigkeit noch stärker zu leuchten.
"Severus!", rief Lord Voldemort in die vollkommene Stille des Saals und richtete seine Augen auf den Zaubertrankmeister, der zu ihm trat. "Sage mir, kennst du solch einen Zaubertrank?"
Severus Mundwinkel zuckte leicht, ob der Abscheu gegen die Bonbonfarbe des Zaubertrankes oder der Amüsierung über die rosane Gesichtsfarbe Lord Voldemorts. Doch bevor Lord Voldemort irgendetwas bemerkt hatte, waren Severus Gesichtszüge so kontrolliert wie eh und je.
"Nun.", begann der Zaubertrankmeister und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Ich habe von solch einem Trank gehört. Doch angeblich hätte noch kein Zauberer es geschafft ihn zu brauen, ohne den Zorn des Timelords auf sich zu ziehen und auf mysteriöse Art und Weise zu versterben."
Die vorher noch angenehme Stille im Saal hatte sich gewandelt. Jetzt lag eine unangenehme Spannung in der Luft und Pettigrew kauerte sich zu Boden.
"Timelord sagst du?", wiederholte Lord Voldemort und Nagini wand sich an seinem Thron empor und zischte nervös in Severus Richtung.
"Von solch einem Lord habe ich bisher noch nicht gehört." Einige seiner Anhänger lachten, doch mit einem einzigen Blick brachte Lord Voldemort sie zum Schweigen.
"Was soll das für ein Lord sein?"

Severus legte mit einem leichten Stirnrunzeln seine Fingerspitzen aneinander und erwiderte: "Der Timelord, so sagt man, wacht über das Raum-Zeit-Gefüge und verhindert ein Chaos zwischen den Welten, das entstehen würde, wenn jeder von einer Welt in eine andere springen könnte. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen, denn es ist noch nie einer zurück gekehrt, der diesen Trank gekostet hat."
Voldemort zuckte verächtlich mit den Schultern.
Peter piepste aufgeregt dazwischen: "Dddda war auch bbbestimmt keiner von sssso mmmmächtig wwwie unser Mmmmeister."
"Ich kann nur berichten, was ich gehört habe", sagte Severus. "Namen sind mir keine bekannt."
Voldemorts Augen begannen zu glühen. Er musterte Peter mit einem undurchdringlichen Blick.
"Nun, da du mir den Trank gebracht hast, wirst du auch den ersten Schluck davon probieren. Dann werden wir ja sehen was geschieht."

Pettigrew wurde noch blasser und durchsichtiger, als er ohnehin schon war. Seine wasserblauen kleinen Augen wanderten unstet hin und her und suchten verzweifelt nach einem Ausgang. Doch alleine die böse Aura seines Meisters genügte, um zu verhindern, daß er das Weite suchte.
Severus stand neben Voldemort und sah mit unverholen amüsiertem Gesichtsausdruck zu, wie sich die kleine Ratte hin und her wandt, um dem Unvermeidlichen zu entgehen. Doch es half alles nichts, Peter emfing den Flakon aus der Hand seines Meisters und entkorkte ihn. Dann hob er ihn mit einem weinerlichen Gesicht an seine Lippen und warf einen letzten verzweifelten Blick auf seinen Herrn.

Noch immer zuckten die Mundwinkel von Severus unbestreitbar amüsiert. Dann wandte er sich an Voldemort und sagte leise aber mit volltönender Stimme: "Mein Lord, darf ich eine Theorie äußern?" Pettigrews fror mitten in der Bewegung ein, das Fläschchen mit dem Zaubertrank noch immer an den Lippen. Sein Gesicht wurde von der grandios leuchtenden Flüssigkeit grellpink beleuchtet. Er wirkte wie ein rosafarbenes Standbild eines sehr häßlichen kleinen Mannes.

Voldemort sah Severus an und auf eine gnädige Handbewegung sowie ein angedeutetes Nicken von ihm, sprach Severus weiter: "Nachdem bisher alle verstorben sind, die den Trank gekostet haben, vermute ich, daß er auf andere Art und Weise wirkt. Man sagt, er wirkt als eine Art Durchgang in eine andere Welt, was liegt näher, als ihn auf eine Wand zu streichen..."

Voldemort kniff die Augen zusammen, er dachte über das Gehörte nach. Pettigrew bewegte sich noch immer keinen Millimeter, aber aus seinen kleinen Äuglein sah er Severus dankbar an. Dessen Gesicht sah aus, als würde er gerade bereuen, nicht erst etwas später über seine Theorie gesprochen zu haben und seine Lippen kräuselten sich verächtlich.

Mit einer fließenden Bewegung stand Voldemort plötzlich auf und wehte förmlich auf die gegenüberliegende Wand des Saales zu. Er nahm im Vorbeigehen dem erstarrten Pettigrew den Flakon aus der Hand, ohne diesen weiter zu beachten. Sämtliche seiner Anhänger folgten ihm wie eine kleine Herde Schafe - sich gegenseitig schubsend und wegdrückend. Severus hingegen lief in einigem Abstand hinter der Masse her. Bellatrix Lestrange stand in vorderster Front, entzückt, ihrem Meister so nahe sein zu dürfen. Er drehte sich zu ihr und streckte die Hand nach ihr aus. Glücklich lächelte sie ihn an, doch er sagte nur barsch: "Dein Zauberstab!"

Bellatrix reichte ihm das gewünschte mit dem Ausdruck höchster Verzückung. Der Dunkle Lord tauchte den kirschroten Stab mit der Spitze in den Flakon. Plötzlich begann die Flüssigkeit noch intensiver und kräftiger zu leuchten. Als Voldemort den Zauberstab aus dem Fläschchen herauszog, zog er dabei auch zarte rosafarbene Nebelschlieren mit heraus. Mit diesen malte Vorldemort eine Art Kreis auf die Wand und plötzlich gleißte strahlendes Licht dort aus der Wand, wo Voldemort seinen Strich gezogen hatte. Die massive Wand schien vom äußeren Rand des Kreises nach innen zu verschwinden und sah nun aus wie eine leuchtend blaugraue Wasserfläche, deren Wellen nach außen zu fließen schienen.

Voldemort sah sich nach seinen Anhängern um und sagte trocken zu Severus: "Da du diese grandiose Idee hattest, wird es dir sicher nichts ausmachen, mich zu begleiten. Aber die Ratte wird als erste marschieren."

Pettigrew, der grade wieder ein bisschen Farbe auf die Wangen bekommen hatte, erbleichte zusehendst.
"Aaaaaber iiiiich wwwerde uch kkkkeine Hhhhilfe sein kkkönnen, Herr."
Verzweifelt blickte er von einem Zauberer zum anderen und freute sich sichtlich, als Bellatrix Lestrange ihn beiseite schob und ihrem Meister an die Seite eilte.

"Lasst mich euch begleiten", rief sie mit einem schon fast irren Funkeln in den Augen. "In diesem ganzen Haufen gibt es niemand, der euch treuer zur Seite steht als ich."

Die Gedanken, die dem dunklen Lord durch den Kopf schossen, waren nicht gerade schmeichelhaft für diese ihm so ergebene Zauberin.
'Keine Weiber', knurrte es in ihm. "Nein Bella", erwiederte Voldemort. "Deine treuen Dienste benötige ich hier viel dringender. Du musst dafür sorgen, das hier alles reibungslos weiter läuft und sich keine Verräter in meine Reihen einschleichen."

Dann packte er Peter an den Schultern, grinste ihn mit seinem Totenschädel noch einmal an und sagte:" Nach dir, du Ratte."
Danach stieß er Wurmschwanz grob vor die Wand, die gar keine Wand mehr war, sondern das Tor zu einer anderen, geheimnissvollen Welt. Fast schien es, als würde die Sonne der anderen Welt in den dunklen Saal scheinen und das Rauschen des Windes an die Ohren der Todesser dringen.
Noch zögerte Pettigrew, doch Lord Voldemort stieß ihm den Zauberstab in den Rücken. "Vorwärts, du Ratte.", zischte Lord Voldemort und seine Stimme klang sichtlich aufgeregt. "Sofort!"
Wie ein Blinder streckte Pettigrew bebend vor Angst seine kurzen Arme aus und fasste in die blaue, sich bewegende Masse.
Er machte einen Schritt nach vorn, dann noch einen, und dann war er verschwunden.
"Hervorragend.", flüsterte Lord Voldemort und machte sich ebenfalls dazu bereit durch das Tor zu treten, als eine ohrenbetäubende Explosion den Saal erschütterte.
"Da sind sie!", erklangen aufgeregte Schreie.
"Mir nach Auroren!", ertönte eine andere Stimme und Lord Voldemort drehte sich nur entnervt zu den Unruhestiftern um.
Es war nicht schwer zu erraten, wer ihn mal wieder bei wichtigen Angelegenheiten störte, Angelegenheiten, die ganz und gar nichts für einen neugierigen und neunmalklugen Teenager waren, der ständig versuchte seine Weltherrschaft zu verhinden.
Voldemorts Gefolgschaft hatte sich längst formiert und die Zauberstäbe gezückt, doch noch warteten sie auf die Befehle ihres Herrn.

"Sieh' an, sieh' an.", sagte Lord Voldemort und beobachtete mit verachtendem Blick die Gruppe von Zauberern und Hexen auf der anderen Seite des Saals. "Welch' eine Ehre, dass ihr am Tag meines Triumpfes erscheint! Und sogar Potter selbst ist gekommen." Ein irres Lachen entsprang Voldemorts Kehle. "Schade nur, dass ihr nicht mehr miterleben werdet, wie ich zum Herrscher über die Welten werde. Zum größten Lord der Geschichte."
"Hat er das nicht schon einmal erwähnt?", fragte Fred Weasley seinen Bruder.
"Ja, ein paar mal, glaube ich.", erwiderte George grinsend.
"So ganz nebenbei."
"Die letzten 14 Jahre über..."

Voldemorts Gesicht verfinsterte sich ob der Scherze der Zwillinge und er überlegte schon ernsthaft, sie kurzerhand mit einem Avada Kedavra ins Jenseits zu befördern, als Bellatrix wutentbrannt dazwischen sprang.
"Ich werde euch lehren, den dunklen Lord zu fürchten", kreischte sie und ging mit erhobenem Zauberstab auf Fred und George zu.
Diese gingen vor der Furie in Sicherheit, die wahllos Flüche schreiend mit dem Zauberstab fuchtelte, dabei einigen Zauberern den Garaus machend, die eigentlich auf ihrer seite standen.

"Ist doch klasse, George", rief Fred. "Da brauchen wir uns gar nicht groß anstrengen. Bring das Aas in Wut und ihr sind die Opfer völlig egal."
Dabei sprang er aus der Deckung und feuerte einen Kitzelfluch auf Bellatrix ab, der sie noch mehr in Rage brachte.
"Jetzt aber nichts wie in Deckung," schrie sein Zwillingsbruder, "sie macht Ernst."

Harry, der einen kurzen Moment von dem Tumult abgelenkt war, verlor Voldemort aus den Augen.
"Wo ist er hin, verdammt?" , murmelte er vor sich hin.
Doch dann sah er die sich noch immer kräuselnde Wand, deren Wellenbewegung in diesem Moment viel stärker zu sein schienen als vorher.
"Voldemort flieht", rief er seinen Freunden zu. Hermine, die einen letzten Blick auf den dunklen Lord werfen konnte, bevor er verschwandt, rief Harry zu: "Er ist durch die Wand. Aber mach ja nicht ..."

Zu spät kamen ihre mahnenden Worte, denn Harry rannte ohne weiter nachzudenken direkt in die Wand hinein und war in der nächsten Sekunde verschwunden. Hermine sah Ron an und verdrehte die Augen. Doch wie immer war ihre Loyalität stärker als die Stimme der Vernunft in ihrem Kopf und sie folgte ihm. Ron rannte ihr hinterher, denn natürlich verstand er mal wieder nichts und wäre wohl auch durch einen brennenden Reifen gesprungen.

Remus überlegte nur kurz und lief dann hinter den Kindern her. Es war nicht das Klügste, ohne Sicht ins Nichts zu laufen, doch sein Verantwortungsgefühl gegenüber den Kindern seiner Freunde war größer als seine Bedenken.
Plötzlich gab es auf beiden Seiten kein Halten mehr - Lucius Malfoy rannte los, ebenso wie Severus Snape, der Ron im Vorbeirennen mit einem Buch noch eine übergebraten hatte und sich darüber schwarz ärgerte, dass er diesen drei Gören wieder einmal das Leben würde retten müssen.

Auch Fred und George kamen jetzt aus ihrer Deckung hervor und sprangen auf das Tor zu, zeitgleich mit Bellatrix, sodass es zu einem kleinen Gerangel am Tor kam, bis sich alle irgendwie gegenseitig durchgeschubst hatten.
In jenem Moment flackerte das Tor zur anderen Welt noch einmal prächtig auf, dann verblasste das blaue Schimmern mehr und mehr und die Srukturen der Wand begannen sich wieder zu bilden.
Jene Todesser und Ordensmitglieder, die noch versucht hatten das Tor zu durchqueren, prallten an der Mauer ab, wie ein Flummiball vom Boden und Stille breitete sich über den jetzt wieder im Dunklen liegenden Saal aus.

Doch zur gleichen Zeit betraten auf der anderen Seite des Weltentors Hexen und Zauberer festen Boden und fanden sich... (Fortsetzung folgt)

_________________
Stolzes Rudelmitglied
~ The madness within frees our soul and makes us special ~


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