Balsam für die Seele

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BeitragVerfasst: 24. Mär 2009 00:41 
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Lord Voldemort war nicht amüsiert. Ganz und gar nicht amüsiert.

Statt zu erobern, morden und brandschatzen und was ein Herrscher und Befehlshaber von Welt sonst noch so tat, stapfte er schon seit endloser Zeit mit einem kümmerlichen Häuflein Anhänger durch die glühende Hitze und ringsumher nichts, außer diesem ekelhaft stechenden Grün. Wenn doch wenigstens mal irgendwo ein wehrloses Tier zum Quälen herumlaufen würde - vorzugsweise eine Ratte...

Genauso mißmutig wie ihr Herr und Meister schlurften auch seine Gefolgsleute durch das satte Grün. Lucius war noch immer wütend auf Severus, der es doch tatsächlich gewagt hatte, die Reise ohne Zaubertrankkessel und Zutaten anzutreten, mit denen Lucius diese widerwärtige Farbe von seinen wunderschönen Haaren bekommen könnte. Offen zu rebelieren wagte er jedoch nicht, er hatte sehr wohl erkannt, in welcher Stimmung sein Meister war - da war es besser, ihn nicht übermäßig zu reizen, zumal auch keine Ratte da war, die sonst immer den Prügelknaben gab.

Severus hingegen machte sich mal wieder Gedanken darüber, wie er diese dämlichen Teenager davor bewahren könnte, Futter für irgendwelche hier herumstreifenden Monster zu werden. Irgendjemand mußte in diesen Hügeln ja wohnen und bei dem Glück von diesem Potter scheuchte der bestimmt wieder etwas besonders monströses auf... Irgendwie mußte er sie wieder zurück in ihre Welt bekommen. Vielleicht ließ sich der Dunkle Lord hier ja festsetzen, dann hätte der Kampf um die Erde, wie er sie kannte doch auch ein Ende?

Und Bellatrix? Sie war einerseits glücklich, ihrem Herrn und Meister so nahe sein zu dürfen, andererseits wußte sie wohl, daß der Dunkle Lord gerade extrem schlechter Laune war. Aber ganz sicher gab es hier ausreichend Gelegenheiten, sich zu beweisen und ihrem Herrn und Meister zu zeigen, wie gut es war, daß sie dabei war.

Während so jeder in Gedanken versunken vor sich hinlief, blieb Voldemort auf einmal schlagartig stehen. Er hatte ein besonders feines Gespür für die Schwingungen des Bösen und das, was sie nun sehen würden, übertraf selbst die Dementoren an Bösartigkeit. Wie aus dem Nichts tauchten auf einmal 9 schwarze Reiter auf - auf Pferden, die aus der Hölle zu kommen schienen. Wie bei den Dementoren wurde es urplötzlich eisig kalt, der Himmel verdunkelte sich und Wind kam auf - ein eisiger Wind, der die Roben der Reiter bauschte und alle Wärme der Sonne und alles leuchtende Grün plötzlich mit sich fortriss.

Alarmiert stellten sich die Zauberer in einem Kreis zusammen, den Rücken in Deckung haltend.

Die 9 schwarzen Reiter jagten auf ihren Pferden rings um sie her und schienen sie aus ihren Kapuzen zu mustern. Ihre Gesichter und Augen hingegen sah man nicht. Wie auf ein Kommando hielten sie plötzlich an.

"Wer seid Ihr?", sprach der Reiter, der am nächsten zu Voldemort stand und seine Stimme klang wie der Tod.
Würdevoll und mit einer gewissen Arroganz schaffte es Voldemort von unten auf den Reiter herabzusehen: "Wer verlangt das zu wissen?"
"Nazgûl", sagte der Reiter mit der Krone und seine Stimme hörte sich hasserfüllt an und voller Schmerz aber auch wieder voller Schrecken. Lucius sah furchtsam und ganz ohne seine sonstige Überheblichkeit auf die Gegner und schätzte seine Chancen nicht allzuhoch ein. Es würde kein würdevolles Begräbnis für ihn werden - mit dieser Haarfarbe. Wenn Severus doch wenigstens eine klitzekleine Flasche Veritaserum... Ér seufzte wieder.
Bellatrix rückte ein Stück näher an den Dunklen Lord heran. Keiner sollte es wagen, ihrem Herrn und Meister ein Leid anzutun.
Severus hingegen bedachte gerade mit einem amüsierten Augenbrauenhochziehen die Ironie des Schicksals. Diesmal hatte nicht der unsägliche Potter-Fanclub sondern seine eigene Reisegruppe etwas Monströses aufgescheucht.

Eine Weile standen alle schweigend und starrten sich feindseelig an.
"Der da", sagte plötzlich ein anderer mit der gleichen fürchterlichen Stimme und deutete auf Voldemort. "Der da riecht nicht nach Blut und Leben..." Man konnte das Gesicht von dem mit der Krone nicht sehen, aber seine Haltung drückte Verblüffung aus.
"Bist Du sicher Khamûl?", fragte er zweifelnd. Man konnte Khamûl nicken sehen.
"Dann wird sich Sauron dafür interessieren..."

(Fortsetzung folgt)

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Some things in life are bad
They can really make you mad
Other things just make you swear and curse.
When you're chewing on life's gristle
Don't grumble, give a whistle
And this'll help things turn out for the best...
And...always look on the bright side of life...
Always look on the light side of life...
(Text Monty Python)


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BeitragVerfasst: 24. Mär 2009 11:12 
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"Ich auch...", sagte Frodo. "Und weißt Du was? Ich denke, ich muss sterben, um meine Mission zu erfüllen."
"Ich auch...", sagte Harry.
Dann seufzten beide.


Es dauerte nicht lange, bis die Gruppe einen großen Fluss erreichte. Dichter Wald umgab sie und fiel steil zum Flussufer hin ab, sodass die Zauberer Frodos Gefährten erst erblickten, als sie direkt vor ihnen standen.
"HALT! Keinen Schritt weiter!", erklang plötzlich eine befehlende Stimme und verdutzt hielten die Zauberer inne. "Frodo! Komm hier rüber, schnell!"

Ein hochgewachsener Mann mit dunklen Haaren stand vor ihnen und die Spitze seines Schwertes zeigte bedrohlich auf Harrys Kehle.
Langsam ließ Harry seinen Blick an der glänzenden Klinge entlang nach oben wandern. Der Mann, der ihn bedrohte hielt das Schwert ruhig, zuckte aber keinen Millimeter zurück. "Wer seid ihr?", fragte er und musterte sie scharf.

"Nein. Bitte, Aragorn.", meldete sich jetzt Frodo zu Wort und stellte sich zwischen ihn und Harry. "Es sind Freunde! Sie wollen uns helfen!"
Zweifelnd blickte Aragorn auf die Zauberer. Noch immer ruhte die Spitze seines Schwertes an Harrys Kehle.
"Woher kommen sie?", fragte er Frodo, ließ die kleine Gruppe aber nicht aus den Augen. "Bist du dir sicher, dass es nicht Spione von Sauron sind?"
Frodos Augen wurden groß und treuherzig. "Es sind Zauberer. Sie wollen uns helfen. Gandalf..."
"Zauberer?" Wieder wurde Aragorns Blick bedrohlich. "Vermutlich hat Saruman sie geschickt!"

Plötzlich meldete sich eine sanfte Stimme zu Wort und ein Geschöpf trat neben Aragorn, Pfeil und Bogen in der Hand, wie Harry es noch nie gesehen hatte. Er hörte, wie Ron, der neben ihm stand, der Mund vor Erstaunen aufklappte.
"Ich kann nichts böses an ihnen feststellen." Mit wachen Augen betrachtete das Geschöpf die Gruppe und schließlich blieb sein Blick an Harry hängen. Harry fühlte sich, als würde das Wesen bis tief in seine Seele blicken. "Doch lasst Gandalf mit ihnen sprechen. Er wird die Wahrheit erkennen."
Das Geschöpf war groß und schlank, hatte ein überirdisch schönes Gesicht und spitze Ohren, die gerade so unter seinen langen blonden Haaren hervorlugten.

"Das also sind eure Elfen...", murmelte Ron erstaunt. Frodo strahlte. "Das habe ich dir doch gesagt. Das ist übrogens Legolas."

Aragorn ließ langsam sein Schwert sinken, behielt sie aber weiterhin im Auge.
Remus trat nach vorne neben Harry und blickte Aragorn freundlich an. "Ich versichere Euch, Herr Aragorn und Herr Legolas: Wir kennen keinen Saruman. Vielleicht ist es das Beste, wenn wir zunächst in Ruhe über alles sprechen..." (Fortsetzung folgt)

P.S. Wenn ich zuviel Legolas reinschreibe, sagt es bitte. Ich kann immer schwer aufhören von ihm zu schreiben, wenn ich erst einmal angefangen habe... *seufz und mit verklärtem Blick vor dem PC sitze*

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BeitragVerfasst: 30. Mär 2009 14:12 
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Immer am Rande des Waldes trippelte eine kleine, räudig aussehende Ratte, das Fell ständig gesträubt, als wären mindestens 10 Katzen hinter ihr her.
Obwohl es völlig windstill war und sich kein Grashalm rührte, bewegten die Bäume ihre Zweige.
Ein ständiges Rauschen ertönte aus den Wipfeln. Es klang wie eine Warnung, die von Zeder zu Fichte, von Esche zu Birke weitergegeben wurde.

"Jetzt bin ich schon stundenlang unterwegs und noch immer nicht an diesem blöden Turm.", flüsterte die Ratte in sich hinein.
Flüsterte? Ja, denn es war immer noch Peter Pettigrew, der sich dem Turm von Orthanc näherte, so schnell ihn seine winzigen Füße trugen.
Allerdings war das bei weitem nicht schnell genug für seine Ungeduld.

Rauhe Stimmen, die etwas vor sich hin zu grunzen schienen, schreckten Peter auf.
Schnell verbarg er sich unter einer Wurzel.

"Vorwärts, aber dalli!", raunzte ein Wesen, wie es Peter noch nie erblickt hatte, eine Gruppe anderer an.
"Saruman will heute noch die Bäume dort gefällt haben."

Mit Entsetzen starrte Peter auf die schmutzige Hand, die gerade auf den Baum zeigte, in dessen Wurzel er steckte.
Hilflos musste er mit ansehen, wie Seile an der Baumkrone befestigt wurden und die Meute unter den Peitschenhieben ihres Anführers anfingen, den Baum mitsamt seiner Wurzel heraus zu reissen.

Noch mehr dieser Wesen fällten auf die gleiche Weise die Bäume rings um ihn herum, so dass Peter keine Fluchtmöglichkeit blieb.
Tiefer kroch er in die Wurzel, die sich aus der Erde zu lösen begann und mit einem - wie ihm schien - Aufschrei zu Boden ging.
Er klammerte sich mit aller Gewalt fest und blieb vor den Augen dieser hässlichen Ungeheuer verborgen.

Eins davon hob schnuppernd die Nase.
"Ich rieche Menschenfleich."
"Red keinen Unsinn, Terzak, oder siehst du hier etwa einen, den wir verspeisen könnten?"

Der mit Terzak angesprochene fuhr herum. "Meine Nase hat sich noch nie geirrt, Gworf. Und ich rieche, das hier ein Mensch ist."
Gworf legte seinen großen Kopf in den Nacken und lachte rauh. "Dann ist es eben jetzt so, und wenn du nicht als Futter her halten willst, sieh zu, das wir die Bäume bis heut Abend in Orthanc haben!"

Und so machte sich die Gruppe mit Peter in ihrer unwissenden Mitte auf den Weg zum Turm.

Fortsetzung folgt ...

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BeitragVerfasst: 1. Nov 2009 10:37 
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Aragorn ließ langsam sein Schwert sinken, behielt sie aber weiterhin im Auge.
Remus trat nach vorne neben Harry und blickte Aragorn freundlich an. "Ich versichere Euch, Herr Aragorn und Herr Legolas: Wir kennen keinen Saruman. Vielleicht ist es das Beste, wenn wir zunächst in Ruhe über alles sprechen..."

Frodo führte sie zu einer kleinen Feuerstelle, am Ufer eines rauschenden Flusses. Angenehme Wärme breitete sich um die Feuerstelle herum aus, der frostige Wind wurde von dem dichten Wald aufgehalten und die Stimmung unter den Zauberern hätte man fast als friedlich bezeichnen können.
Hier ließen sie sich nieder, zu Aragorn und Legolas gesellte sich noch ein Mann, der ein schweres Schild mit sich trug und die Zauberer prüfend betrachtete. Aragorn stellte ihn als Boromir vor. Ein weiterer Hobbit tauchte auf und seine Augen weiteten sich vor Schreck, als er die Zauberer sah. Frodo ging zu ihm und legte ihm den Arm um die Schultern. "Schon gut, Sam. Es sind Zauberer. Sie wollen uns helfen."
Ein dröhnendes Lachen ertönte in diesem Moment und ein kleiner kräftiger Mann mit einem langen zerzausten roten Bart kam aus dem Wald auf sie zu. "Sag mir, Herr Frodo.", knurrte er. "Wie genau wollen diese Zauberer uns denn helfen? Sie haben keinen Zauberstab. Noch nicht einmal Waffen führen sie mit sich."

Fred und George machten große Augen, als sie den kleinen Mann, der bedrohlich seine Axt schwang, auf sich zukommen sahen. Dann grinsten sie sich an.
"Sieht aus wie ein zu groß geratener Gnom.", meinte Fred lachend.
"Meinst du man muss ihn auch herumwirbeln, um ihn los zu werden?", schlug George vor.
"Wir sollten es ausprobieren.", stimmte Fred zu und erhob sich.
"Fred, George!", mahnte Remus und warf den Zwillingen einen strafenden Blick zu.

"Wir haben sehr wohl Zauberstäbe!", wandte sich nun Hermine freundlich an den kleinen Mann. "Seht!" Sie zeigte ihm ihren Zauberstab.
"Dieses kleine Stöckchen soll ein Zauberstab sein?" Der kleine Mann schüttelte sich vor Lachen.
Doch schneller als er sich dessen bewusst war, hatte Hermine ihren Zauberstab schnalzen lassen und einen Moment später... (Fortsetzung folgt)

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