Balsam für die Seele

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BeitragVerfasst: 5. Sep 2008 21:46 
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Hi Lyth ! :knuff:
Schön, wieder von dir zu hören, hoffe es ist jetzt etwas besser mit dem Stress?
Freut mich, dass dir meine Reviews gefallen !
Ah, diesmal gibst du einem also Einblick in Genias Kindheit. Es ist sehr traurig zu sehen wie verzweifelt sie versucht, die Liebe und Anerkennung ihres Vaters zu bekommen, der es ja eigentlich überhaupt nicht verdient, so wie er mit ihr umgeht.
Im zweiten Abschnitt deines Kapitels bin ich etwas verwirrt. Wen meint Eugenia mit dem anderen Jungen, an dem Severus etwas gut zu machen hat? Ihren gemeinsamen Sohn kann sie doch nicht meinen, oder? Von ihm hat Severus doch gerade erst erfahren. Nun, vielleicht bringt dein nächstes Kapitel Aufschluss. Oder ich bin heute etwas schwer von Begriff.
Entschuldige bitte, heute gibt das keinen mit einem langen Review, A bin ich irgendwie total müde und B muss ich gleich noch meinen Sohn abholen, der kommt heute von seiner Klassenfahrt zurück.
@ Mine :angeln:
Liebe Grüße Sev


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BeitragVerfasst: 22. Sep 2008 15:28 
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Hey Sev :knuff:

danke für dein Review. *knuddel*
Sorry, dass es so lange gedauert hat, aber ich war bissl im Stress *seufz*.

Zitat:
Wen meint Eugenia mit dem anderen Jungen, an dem Severus etwas gut zu machen hat? Ihren gemeinsamen Sohn kann sie doch nicht meinen, oder? Von ihm hat Severus doch gerade erst erfahren.

Doch, den meint sie. Sie weiß ja nicht, dass Severus schon vor ihrer Ankunft versucht hat, etwas über Dracos Verbleib herauszufinden. Für sie ist es unverständlich, warum er sich um einen Malfoy Gedanken macht, denn sie verabscheut die Familie abgrundtief.
Das erklärt sich durch ihren Cousin Nicholas, aber es wird in dieser Geschichte nur angedeutet. Die Erklärung findet sich in meiner "großen" FF "Die Kraft zu Leben". Vielleicht sollte ich die hier auch mal posten... :wink:
Anyway... sie weiß nichts davon, was Severus mit Draco verbindet und denkt, es läge daran, dass er davon erfahren hat, dass er einen Sohn hatte, den er auch nicht gerettet hat.

So, und nun soll es auch gleich weiter gehen!

/hugs
Lyth

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BeitragVerfasst: 22. Sep 2008 15:30 
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Achtes Kapitel

? in dem ein Festumhang eine gewichtige Rolle spielt


Das ganze letzte Schuljahr hindurch wechselte das Verhalten von Severus und Eugenia wie das Wetter.
Sie waren sehr vertraut miteinander, ihr Umgang war fast liebevoll zu nennen, zumindest für ihre Verhältnisse. Jeder andere hätte ihr Verhältnis als unterkühlt und merkwürdig bezeichnet, aber für diese beiden Menschen war es das Beste, was sie je empfunden hatten.
Und trotzdem stritten sie sich immer wieder. Die Gründe waren nichtig, aber es war immer wieder die Angst, verletzt zu werden, die der Motor für ihre Streitigkeiten war. Lieber bissen sie selber zuerst zu, als dass sie sich beißen lassen wollten.
Das, und der ewig nagende Zweifel an sich selber. Das Gefühl, dass es nicht wahr sein konnte, dass der andere sie mochte. Dass eigentlich niemand sie mögen konnte.

Über Allem stand jedoch das Abschlussjahr und es erforderte viel Arbeit, wenn man einen guten Abschluss haben wollte. Und das wollten sie.
Neben den Prüfungen stand allerdings noch ein anderes Ereignis im Raum, das die Schüler mit Nervosität und Vorfreude erfüllte.
Der Abschlussball.
Jeder war aufgeregt und neben den vielen Lernstunden verbrachten die Schüler viel Zeit damit, sich auf den Ball vorzubereiten, sich über ihre Kleidung den Kopf zu zerbrechen und ihren Mut zu sammeln, einen Partner oder ein Partnerin anzusprechen.
Eugenia und Severus ignorierten dieses Thema komplett und taten so, als gäbe es keinen Ball.
Sie hatten sich einmal spöttelnd darüber geäußert, dass alle Schüler nun wohl komplett den Verstand verlieren würden und schienen sich einig, dass sie selber sich niemals zu einem derartig albernen Verhalten würden hinreißen lassen. Danach erwähnten sie den Ball nie wieder.
Es war wie eine unausgesprochene Absprache zwischen ihnen, dass dieses Thema tabu war.
Aber in ihrem Inneren war es keineswegs tabu. Beide dachten sie unablässig darüber nach, ob sie wohl zu dem Ball gehen würden, was sie tragen würden und verwarfen diese Gedanken rasend schnell wieder, wenn sie sich dabei ertappten, wie sie den anderen mit einem kribbeligen Gefühl im Magen ansahen.

Und trotz ihrer ausgesprochenen Ablehnung den Vorbereitungen gegenüber waren sie selbst keineswegs untätig gewesen. Eugenia hatte sich ? nur für alle Fälle, man wusste ja nie, was kommt ? in den Ferien ein Kleid von ihrer Tante nähen lassen, das diese ihr voller Begeisterung angepasst hatte, wobei sie unablässig von ihrem eigenen Schulball erzählte. Das hatte Eugenia schon bereuen lassen, sie überhaupt um ein Kleid gebeten zu haben, aber da war es schon zu spät und ihre Tante zauberte ein zugegebenermaßen wunderschönes Kleid für sie.

Snape hatte den Sommer über in einem Laden gearbeitet, der Zaubertrankzutaten für den
Verkauf präparierte.
Er hatte alle nur denkbaren Dinge zerkleinert, zermahlen, aufgekocht, in Stücke gehackt, er hatte Flüssigkeiten hergestellt, gemischt, gekocht und stundenlang verrührt, in die die Zutaten bis zur Verwendung eingelegt wurden.
Es war harte eine und teilweise Ekel erregende Arbeit, aber er hatte viel gelernt und eine hübsche Summe verdient. Gerade, weil diese Arbeit so unangenehm war, wurde sie sehr gut bezahlt, da sich kaum jemand fand, der sie tun wollte. Das Problem war, dass man fast nichts dabei mir Magie tun durfte, weil das einen Einfluss auf die Wirksamkeit der Komponenten gehabt hätte. Es war schmutzige Handarbeit, aber Severus war froh, dass er das Geld bekam und dabei noch eine Menge lernte.
Zusammen mit dem Geld, das seine Mutter ihm gegeben hatte und seinen Ersparnissen aus dem Job ging er eines Nachmittags kurz vor dem Beginn des letzten Schuljahres zu Madame Malkins, um sich einen Festumhang für den Abschlussball zu kaufen.
Er war sich immer sicher gewesen, dass er nicht zu diesem Ball gehen wollte, aber jetzt war er unsicher geworden. Vielleicht würde er ja Eugenia fragen. Und wenn sie ja sagte, was er irgendwie nicht glauben konnte, dann wollte er nicht mit einem seiner der normalen Umhänge dort auftauchen, auch wenn sie sowieso alle schwarz waren. Aber die Vorstellung, dass Potter, Black und ihre Freunde ihn dann wieder zur Zielscheibe ihres Spottes machen würden, ließ Übelkeit in ihm aufsteigen. Nein, da wollte er ihnen lieber in punkto Kleidung in nichts nachstehen.

Das Schuljahr nahm seinen Lauf, aber Severus kam der Lösung des Ballproblems keinen Schritt weiter.
Immer wieder wollte er Eugenia fragen, ob sie mit ihm auf dem Ball gehen wolle, aber immer wieder verließ ihn der Mut. Er war schon fast bereit, aufzugeben, als er sich dann noch eines Nachmittags, als sie gemeinsam über das Schulgelände spazierten, ein Herz fasste und leise fragte.
Eugenia blieb wie vom Blitz getroffen stehen, starrte ihn einen Moment lang an, lief dann tiefrot an und nickte.
Severus merkte, dass auch seine Wangen glühen mussten und murmelte verlegen: ?Gut, dann wäre da ja geklärt. Wollen wir heute Nachmittag den Stoff für Geschichte wiederholen??
Dankbar für die Ablenkung von dem Thema stimmte Eugenia zu, aber ihre Gedanken kreisten nun nur noch darum, dass sie mit Severus zum Ball gehen würde und wie es wohl werden würde.

***

In den folgenden Tagen verbrachte Eugenia viel Zeit außerhalb des Hauses und versuchte hartnäckig die Spur von Narcissa und Draco Malfoy aufzunehmen.
Es war merkwürdig, dass sie beide völlig unauffindbar sein sollten, und mit der ihr eigenen Hartnäckigkeit machte sich Eugenia daran, dieses Rätsel zu lösen.
Nachdem die mehr oder minder offiziellen Quellen versagt hatten, begann sie nun alte, halbseidene Verbindungen wieder aufzufrischen, uralte Gefallen einzufordern und Leute aufzuspüren, die nicht einmal selber wussten, dass sie sie mal gekannt hatten.
Sie hatte immer leichte Verletzungen, wenn sie zurückkam, aber sie schaffte es, diese vor Severus zu verbergen und sie in ihrem Zimmer zu versorgen.
Der Umgang der Beiden miteinander war von Stille geprägt, sie sprachen kaum ein Wort.

Es war, als hätten sie unausgesprochen Frieden geschlossen, doch dieser Frieden war von einer Distanz bestimmt, die sie nie zuvor für einander empfunden hatten. Egal, wie leidenschaftlich sie sich gehasst oder geliebt hatten, sie waren sich immer nahe gewesen dabei. Das hier war anders und beide fühlten sich nicht wohl dabei.

An einem Abend kam Eugenia spät zurück nach Spinners End. Sie hatte eine lange, blutende Wunde an ihrer linken Schulter und dem Arm und schaffte es nicht, ungesehen in ihr Zimmer zu kommen.
Severus hielt sie auf der Treppe auf und fragte, was geschehen sei.
Sie schüttelte den Kopf. ?Lass mich das hier erst einmal versorgen, dann können wir reden.
Ich habe eine Spur gefunden und das hier ist nur ein kleiner Preis dafür.?
Sie setzte ihren Weg nach oben fort und Severus ging ins Wohnzimmer, um dort auf sie zu warten.
Als er schon dachte, sie würde nicht mehr herunter kommen, hörte er das Knarren der kaputten Treppenstufe und kurz darauf betrat sie den Raum.
Sie hatte sich frisch gemacht und umgezogen, sah aber trotzdem noch schlimm aus.
Erst jetzt bemerkte er, dass sie mehrere Blutergüsse am Hals und im Gesicht hatte.
Sie setzte sich zu ihm und begann sofort zu berichten.
?Ich habe in einigen etwas zwielichtigeren Pubs und Etablissements herumgefragt, und habe schließlich eine alte Bettelhexe gefunden, die bereit war, mir zu berichten, dass sie einen jungen Mann, auf den Dracos Beschreibung passte, vor wenigen Tagen in der Nocturngasse gesehen hatte.?
Sie rieb sich die Stirn.
?Das Problem ist, dass es einigen Leuten nicht zu gefallen scheint, wenn man sich nach den Malfoys erkundigt. Ich wüsste zu gerne, warum das so ist.?
?Hast Du daher diese Verletzungen??
?Oh nein. Die haben ihre Ursache eher darin, dass es einigen Leuten nicht zu gefallen scheint, dass ich noch immer lebe und in der Lage bin, überhaupt Fragen zu stellen.?
Sie lachte, aber es klang künstlich und resigniert.
Severus zögerte, rang mit sich, sie weiter zu fragen, dann jedoch gab er seiner Neugier und Besorgnis nach.
?Was sind das für Leute, die Dich lieber tot sehen wollen, und warum??
?Überbleibsel aus meinem wunderbaren Leben?, in ihrer Stimme klang unverhohlener Sarkasmus mit. ?Oder glaubst Du, ich bin für eine Art sentimentales Klassentreffen plötzlich vor Deiner Tür aufgetaucht??
Er hob eine Augenbraue.
Ihre Stimme war nun leise und klang müde. ?Glaubst Du, etwas anderes als Ausweglosigkeit hätte mich an Deine Tür klopfen lassen, Severus??
Er wusste nicht, was er glaubte, aber in den letzten Tagen hatte er angefangen zu denken, dass es eine Art Magie war, die sie immer wieder zusammen führte.
Fast sanft sagte er: ?Ich weiß es nicht, Genia. Aber wie kam es dazu, dass die Verzweiflung Dich an meine Tür geführt hat? Was ist geschehen, seit unser Sohn gestorben ist??

Eugenia seufzte. Vielleicht war es wirklich an der Zeit, einmal über ihr Leben zu sprechen. Jenes Leben, das ihr nach dem Tod ihres Kindes nicht mehr als Leben erschienen war. Und wem sollte sie davon erzählen, wenn nicht Severus, dem einzigen Menschen, dem sie jemals vertraut hatte.
Und so begann sie zu erzählen.
Zuerst war sie ziellos umhergewandert, hatte sich mal hier, mal dort einquartiert. Sie hatte jede nur denkbare Arbeit übernommen und obwohl sie wie ihre Mutter eine Ausbildung zur Heilerin absolviert hatte und diesen Beruf auch bis zum Tode des Kindes ausgeübt hatte, war sie nicht in der Lage, sich zu einer regelmäßigen Tätigkeit durchzuringen.
So lernte sie viele Menschen kennen und das Milieu, in dem sie sich aufhielt wurde zunehmend zwielichtiger.
Sie erwarb sich in bestimmten Kreisen einen Ruf als Heilerin, die keine Fragen stellte und schnell und effizient Wunden behandelte, über deren Ursache sie nichts wissen wollte.
Mehr und mehr wurde sie selber Teil des kriminellen Milieus, in dem sie tätig war und irgendwann war es nicht mehr möglich, sie von dem Klientel, das sie behandelte zu trennen.
Sie versteckte sich vor dem Ministerium, hielt sich nur noch im Untergrund auf und verlor langsam, aber stetig ihre Identität.
Trotz Allem weigerte sie sich standhaft, sich direkt an gewaltsamen Aktivitäten zu beteiligen, was sie in den nun zunehmend gewaltsameren Zeiten in echte Schwierigkeiten brachte.
So stand sie dann eines Tages vor Snapes Tür, weil sie zu den Leuten ?nein? gesagt hatte, die nach dem Motto agierten ?Bist Du nicht für uns, dann bist Du unser Feind? und die unerbittlich gegen ihre Feinde vorgingen.

Severus war erschüttert, als er ihre Geschichte hörte und plötzlich erschien ihm sein bisheriges Leben fast angenehm. Zumindest war er niemals so alleine gewesen, wie sie es scheinbar seit Jahren nur noch kannte.
Eugenia bemerkte seinen Blick und ihre Miene wurde hart.
?Kein Mitleid, Severus. Ich habe meinen Weg selber gewählt und ich weiß, dass ich diesen Weg nicht mehr lange überleben werde.?
Er schwieg eine Weile, dann sagte er mit einer plötzlichen Erkenntnis: ?Aber dann ist es für Dich genauso gefährlich, Nachforschungen zu betreiben, wie für mich. Warum hast Du das nicht gesagt??
?Ich war es leid, einem sinnlosen Tod entgegen zu blicken, Sevus.? Ihre Stimme klang so unendlich müde, dass es ihm fast wehtat, das zu hören.
Still legte er seine Hand auf ihren Arm und sie ließ ihn gewähren.

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BeitragVerfasst: 23. Sep 2008 14:18 
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Hi Lyth :knuddeln: ,
schön, dass du Zeit gefunden hast weiter zu posten!
Schon einige der ersten Sätze in deinem neuen Kap haben mich heftig berührt.
Zitat:
Und trotzdem stritten sie sich immer wieder. Die Gründe waren nichtig, aber es war immer wieder die Angst, verletzt zu werden, die der Motor für ihre Streitigkeiten war. Lieber bissen sie selber zuerst zu, als dass sie sich beißen lassen wollten.
Das, und der ewig nagende Zweifel an sich selber. Das Gefühl, dass es nicht wahr sein konnte, dass der andere sie mochte. Dass eigentlich niemand sie mögen konnte.

Wie gut ich dieses Verhalten nachempfinden kann! Ich denke mal von Minchen weißt du vielleicht, dass auch in unserer Kindheit nicht alles eitel Sonnenschein war. Das Gefühl, dass es nicht sein kann, dass jemand anders einen mag. Das Gefühl es nicht wert zu sein. Und die Angst, sollte es doch mal jemand geben, der dich mag, dass auch dieser bestimmt irgendwann erkennen würde, wie schlecht du doch eigentlich bist und dass er sich spätestens dann wieder abwenden wird.
Und dann dass Umsichbeissen, um dieser Angst zuvor zu kommen.
Wie oft hab ich bei meinem Mann gebissen. Eine Freundin sagte mal, jeder andere Mann hätte dich längst sitzen lassen. Er ist geblieben.
Und auch wenn Therapien mir dabei geholfen haben, dass ich mir heute meines Wertes bewußt bin..... in schlechten Tagen schafft es dass " Negativmännchen" in meinem Ohr auch heute noch ab und an mal wieder zu flüstern:"Weshalb liebt er dich nur? Wie kann überhaupt jemand dich lieben." Aber keine Sorge. Heute schaff ich es doch meistens ziemlich schnell, es aus meinem Ohr zu schubsen. Das ist wohl auch mit einer der Gründe, warum mich die düstere Figur des Severus Snape so fasziniert, es fällt mir nicht schwer, mich in ihn hinein zu versetzen.
Aber genug von mir und zurück zu Sevus und Genia.
Es ist soviel einfacher damit umzugehen wenn der andere auch beisst, schließlich befinden wir uns hier auf gewohnten Terrain.
Wie goldig du die beiden miteinander umgehen läßt bei dem Thema Abschlussball. Für einen Moment hab ich schon Panik bekommen, als Severus sie dann schließlich gefragt hat und habe befürchtet, du läßt Eugenia verneinen. Aber so grausam warst du nicht, puh.*Schweiß von der Stirne wisch*
Zitat:
?Kein Mitleid, Severus. Ich habe meinen Weg selber gewählt und ich weiß, dass ich diesen Weg nicht mehr lange überleben werde.?
Er schwieg eine Weile, dann sagte er mit einer plötzlichen Erkenntnis: ?Aber dann ist es für Dich genauso gefährlich, Nachforschungen zu betreiben, wie für mich. Warum hast Du das nicht gesagt??
?Ich war es leid, einem sinnlosen Tod entgegen zu blicken, Sevus.? Ihre Stimme klang so unendlich müde, dass es ihm fast wehtat, das zu hören.
Still legte er seine Hand auf ihren Arm und sie ließ ihn gewähren.

Oh je, wie eindeutig ähnlich sich die beiden doch sind mit dieser Einstellung.
Ach, und was ich noch sagen wollte, es war sehr schön mit euch am Freitag. Ich hab schon lange nicht mehr so viel gelacht wie an dem Abend. Das hat ausgesprochen gut getan!
Liebe Grüße Sev


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BeitragVerfasst: 3. Okt 2008 15:25 
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Vielen Dank für dein Review, Sev :knuff:

Ja, Severus und Genia sind sich teulisch ähnlich. *seufz*
Und ihre Ähnlichkeit mit Menschen unserer Welt ist nicht zufällig. Zauberkräfte hin oder her, unterm Strich sind es Menschen, die in der HP-Welt rumrennen und die gehorchen nun mal bestimmten psychologischen Gesetzmäßigkeiten.

Man liest so oft FFs, in denen die Autorinnen Severus mit wunderbaren Frauen zusammenkommen lassen, die dem armen Mann mal zeigen, wie toll das Leben sein kann, wenn man nicht so miesepetrig ist.
Und schwupps... verwandelt sich der Gute in einen humorvollen, zärtlichen, aufmerksamen Sexgott und meinereiner kommt aus dem Stirnrunzeln nicht mehr raus.
"Die Schöne und das Biest" in Reinkultur... *seufz*
Funktioniert nicht, nur in Märchen und auch nur in einem einzigen Märchen und trotzdem glauben normalerweise völlig rationale und intelligente Frauen, dass sich das Phänomen beliebig in die reale Welt transferieren lässt. *augenverdreh*

Ich finde es übrigends toll, dass du hier so offen über dein Leben sprichst. Du hast meine volle Bewunderung, wie du es geschafft hast, trotz der Widrigkeiten dein Leben in den Griff zu bekommen und dir etwas aufzubauen!

So, und nun soll es auch gleich weitergehen...

/hugs
Lyth

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BeitragVerfasst: 3. Okt 2008 15:27 
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Neuntes Kapitel

? in dem ein Raum seinem Namen nicht gerecht werden kann


Der letzte Abend des Schuljahres war der Termin des Abschlussballs, am nächsten Tag würden die Schüler des siebten Schuljahres der Schule für immer den Rücken kehren, es sei denn, sie kamen eines Tages als Lehrer wieder.
Und so kam der Tag des Abschlussballs und auch wenn sie beide die Tage davor damit zugebracht hatten, sich Entschuldigungen und Ausreden einfallen zu lassen, um eine kurzfristige Absage zu begründen, so freuten sie sich doch tief in ihrem Innersten sehr darauf. Nur die Angst, das es zu einem peinlichen Vorfall kommen könnte, dass der jeweils andere enttäuscht sein könnte, diese nagende Angst, die sie schon ihr ganzes Leben begleitete, verdarb die Vorfreude ein wenig und ließ sie sich mit Beklemmung mischen.

Eugenia hatte es besonders schwer mit den Vorbereitungen. Sie hatte keine Freundin, die ihr beim Styling und besonders bei der Frisur hätte helfen können und so arbeitete sie alleine verbissen mit ihrem Zauberstab und ungefähr einer Million Haarklemmen und Spangen, um die von ihr so heiß ersehnte Hochsteckfrisur zuwege zu bringen.
Sie hatte nicht viel Erfahrung mit modischem Schnickschnack und normalerweise entlockten ihr solche Bemühungen nur beißenden Spott, aber heute wollte sie um alles in der Welt einmal auch so perfekt aussehen, wie es jedes Mädchen an einem solchen Abend wollte.
Schließlich hatte sie es geschafft und als sie im Gemeinschaftsraum Severus sah, der auf sie wartete, machte ihr Herz einen riesigen Hopser.
Sie hatten verabredet, solange zu warten, bis alle anderen schon gegangen waren, denn selbst in ihrem eigenen Haus würde ihnen ein wenig Spott zuteil werden, fürchteten sie.
Und da stand er nun an den Kamin gelehnt und sie fand, er sah umwerfend gut aus, in seinem seidenen Festumhang. Schwarz, wie immer, aber glänzend und elegant.
Auch wenn sein Gesichtsausdruck gewohnt mürrisch war und seine Haltung nicht so aufrecht war, wie es seiner Kleidung entsprochen hätte, so fand sie doch, dass es keinen Menschen gab, an dessen Seite sie heute lieber gewesen wäre.

Severus sah auf, als Eugenia aus dem Mädchenschlafsaal in den Gemeinschaftsraum trat und er hielt unwillkürlich den Atem an. Noch niemals hatte er jemanden so Schönes gesehen und er konnte kaum glauben, dass sie wirklich mit ihm zum Ball gehen würde.
Zwar war ihr Haar etwas wuschelig hochgesteckt und sie ging nicht so, als wäre sie es gewöhnt, auf hohen Absätzen zu balancieren, aber das waren Dinge, die ihn nicht störten, sie war einfach wunderschön und genau das, was er sich erträumt hatte.

Und so gingen sie den langen Weg aus den Kerkern hinauf in die Halle, die in einen großartigen Ballsaal verwandelt worden war.
Hunderte von Kerzen schwebten unter der Decke, die Wände waren festlich geschmückt und auf dem Podium, wo sonst der Lehrertisch stand, hatte sich eine Kapelle aufgebaut, zu deren Klänge sich schon die ersten Paare auf der Tanzfläche bewegten.
An der Seite war eine Bar aufgebaut, an der Punsch und andere Getränke ausgeschenkt wurde.

Severus und Eugenia suchten sich einen Platz am Rand, abseits der Menge und sahen sich das Treiben an.
Severus hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch, er erwartete geradezu, dass die Gang um Potter Ärger machen würde. Zwar tuschelten sie auffällig, als Eugenia und Severus im Saal auftauchten, doch gerade, als Potter sich in Position stellte, einen raschen Blick in seine Umgebung warf, ob ihm auch genügend Aufmerksamkeit zuteil wurde und offensichtlich einen Spruch loslassen wollte, traf ihn der Ellenbogen Lupins schmerzhaft in den Rippen.
James zuckte zusammen und bemerkte, dass sein Freund ihn mit einem derartig drohend grimmigen Blick ansah, dass ihm die Worte im Halse stecken blieben.
Er warf Severus noch einen spöttischen Blick zu und wandte sich dann ab.
Für den Rest des Abends waren die schrecklichen Gryffindors dann mehr als beschäftigt. Potter wirbelte die immer röter werdende Lily Evans hingebungsvoll über die Tanzfläche, Black hatte alle Hände voll zu tun, seinem Ruf als Frauenheld gerecht zu werden, Pettigrew tanzte mit einem blassen Mädchen aus Hufflepuff und Lupin stand meistens an der Bar herum und beobachtete seine Freunde. Das Mädchen, das er zum Ball eingeladen hatte, eine hübsche, aber schüchterne Sechstklässlerin aus seinem Haus, lag mit einer akuten Magen-Darm-Verstimmung im Krankenflügel.
Lupin tat Eugenia fast leid. Sie hätte dieses Balldesaster weit eher Potter oder Black gegönnt.
Dann aber wandte sie sich zufrieden von ihnen ab und Severus zu. Sie lächelte ihn an und bat ihn, ihr noch etwas Punsch zu holen.
Severus dankte allen bekannten und unbekannten Göttern, dass Eugenia noch keine Anstalten gemacht hatte, ihn zum Tanzen zu bitten. Er würde ihr bis in alle Ewigkeit Punsch holen, wenn ihn das vor diesem Grauen bewahrte. Als er mit dem Punsch zu ihr zurückging, fiel ihm ein weiteres Mal auf, wie wunderschön sie war und er spürte ein fast angenehmes Kribbeln in seinem Bauch.
Eugenia betrachtete ein wenig versonnen die tanzenden Paare und bedauerte einen Moment lang, dass sie und Severus nicht tanzten. Irgendwie verspürte sie so sehr den Wunsch, sich an ihn schmiegen zu können, wie das die tanzenden Paare taten. Aber natürlich würde sie nie im Leben auf eine derartig absurde Idee kommen, Severus zu bitten, mit ihr zu tanzen. Ganz davon abgesehen, dass sie selber noch nie getanzt hatte und keine Ahnung hatte, wie man das machte. Aber sie musste zugeben, es sah gut aus.
Sie seufzte leise.
Wieder standen sie schweigend nebeneinander und genossen ihre gegenseitige Nähe. Nach einer Weile spürte Severus erstaunt, wie sich Eugenias kleine Hand verstohlen in seine schob und mit einem wohligen Schauer, der ihm den Rücken hinunter lief, schloss er seine Hand fest um ihre.
So verging die Zeit, bis Eugenia ihn schließlich aus dem Saal zog.
?Komm mit, ich will Dir etwas zeigen.?
Er folgte ihr, neugierig, was sie wohl vorhatte.
Sie führte ihn aus dem Schloss heraus zu der riesigen Remise, in der die Schulkutschen das ganze Jahr über standen. Aus den Kutschen hörte man Geräusche von anderen Schülern, beide verdrehten sarkastisch die Augen, als sie die anderen Schüler hörten.
Genia zog ihn weiter in einen Raum hinter der Remise, in dem Ersatzteile und Reinigungsmaterialien lagerten. Aus einem der hinteren, verstaubten Schränke holte sie eine Flasche Elfenwein hervor. Grinsend hielt sie ihm die Flasche hin.
?Mit freundlichen Grüssen von Großonkel Barton.? Sie lachte.
Als sie Severus? fragenden Blick sah, lachte sie noch mehr. ?Die habe ich bei meinem Besuch im Sommer aus dem Weinkeller mitgehen lassen.?
Nun grinste auch Severus.
Eugenia sah sich prüfend um. ?Alles andere als gemütlich hier?, stellte sie fest.
Nach einem Moment des Nachdenkens, zog sie ihn plötzlich wieder an der Hand und sie verließen die Remise.
?Ich hab eine Idee?, sagte sie mit einem verschwörerischen Zwinkern.
Severus, der inzwischen reichlich verwirrt, aber doch auch neugierig war, ließ sich von ihr in den siebten Stock des Schlosses führen. Vor dem Wandteppich mit Barnabas dem Bekloppten blieb sie stehen. Sie sah ihn an.
?Weißt Du, wo wir sind??
Severus runzelte die Stirn, schüttelte dann aber den Kopf.
?Hier ist der Raum der Wünsche. Nicholas hat ihm mir gezeigt, bevor er die Schule verlassen hat. Er meinte, vielleicht würde ich ihn mal brauchen.?
Sie ging dreimal vor der leeren Wand auf und ab und wie von Zauberhand erschien eine Tür. Severus sah staunend von ihr zur Tür und wieder zurück. Gemeinsam betraten sie den Raum, in dem ein gemütliches Kaminfeuer prasselte. Vor einem breiten Sofa stand ein kleiner Tisch, auf dem sich zwei kristallene Gläser befanden.
Sie sahen sich um, setzten sich dann auf das Sofa und während Severus die Flasche öffnete, erklärte Eugenia ihm, was es mit dem Raum der Wünsche auf sich hat. Schließlich waren die Gläser gefüllt und sie tranken den süffigen Wein. Sie redeten über dies und das und tranken mehr Wein.
Irgendwann nahm Eugenia ihren ganzen Mut zusammen, beugte sich vor und küsste Severus.
Er erwiderte den Kuss erst zögernd, dann forscher. Sie küssten sich unerfahren und ungeschickt, aber doch voller aufflammender Leidenschaft und der schwere Wein tat ein Übriges. Vorsichtig begannen ihre Hände den Körper des anderen zu erforschen und trotzdem auch dies alle Anzeichen von Ungeschicklichkeit trug, schien es die beiden nicht zu stören.
Schließlich jedoch verhakte sich Severus Ärmel in den vielen seitlichen Häkchen des Kleides und der feine Stoff riss mit einem lauten, unangenehmen Geräusch.
Severus zuckte zusammen und beide erstarrten. Um die peinliche Situation zu überspielen, zog Severus Eugenia in eine ebenso überraschende, wie heftige Umarmung.
Eine ihrer Haarspangen bohrte sich schmerzhaft in sein Auge und er schrie auf.
?Oh Merlin, das tut mir leid?, stammelte Eugenia entsetzt, als sie sein Auge sah. Sie versuchte hastig die Haarspangen aus ihrer Frisur zu entfernen, richtete dabei aber ein noch größeres Durcheinander an, als diese sich ineinander verkeilten. Verzweifelt suchte sie nach ihrem Zauberstab, um zuerst sein Auge zu versorgen und dann das schmerzhafte Chaos auf ihrem Kopf zu beseitigen.
Als Severus schließlich wieder klar sehen konnte und Eugenias Haare zwar unordentlich, aber spangenfrei auf ihre Schultern fielen, war jede Romantik verschwunden.
Der Wein wirkte noch schwer in ihren Köpfen und beide wollten nicht aufgeben, was sie all ihren Mut gekostet hatte.
Sie begannen wieder, sich zu küssen und zu streicheln, aber jetzt fehlte die tastende Neugier, die verliebte Unschuld in dem, was sie taten. Es war, als hätte sie eine grimmige Pflicht zu erfüllen, als wollten sie einfach nicht zugeben, es vermasselt zu haben.

Was dann folgte war ein Desaster aus Ungeduld, fehlender Erfahrung und mangelndem Vertrauen. Was sie taten war beherrscht von zunehmender Frustration, gefolgt von Wut und dem hilflosen Wunsch, Macht über den anderen zu erlangen. Und doch war es das höchste an Intimität, das die beiden in ihrem gesamten bisherigen Leben erlebt hatten und sie wollten um jeden Preis das Beste daraus machen.
Aber wie es unter diesen Umständen zu erwarten war, gelang nichts und sie fühlten sich beide schlecht und unfähig.
Schließlich gaben sie es frustriert auf, bei dem anderen noch irgendetwas anderes als Wut und ein Gefühl des Versagens wecken zu wollen.
Severus stieß sie grob von sich.
?Lass mich in Ruhe. Wenn es das ist, was man allgemein als Liebe bezeichnet, dann verzichte ich dankend?, knurrte er und warf Eugenia einen wütenden Blick zu.
?Du bist doch gar nicht fähig, zu lieben, oder zuzulassen, dass jemand Dich liebt, Snape?, sie spie ihn die Worte geradezu entgegen.
?Wer sagt das, Kasparian? Du? Die Frau, bei der man nie weiß, ob niemand sie liebt, weil sie es nicht will, oder weil es an ihr einfach nichts zu lieben gibt??
Eine Sekunde lang schien die Zeit still zu stehen, dann hob sie die Hand und versetzte ihm einen knallenden Schlag ins Gesicht.
Er zuckte kaum mit der Miene, obwohl der Ring, den sie trug, eine blutende Schramme auf seiner Wange hinterlassen hatte.
?Gut gemacht, Kasparian?, höhnte er während ein dünner Blutfaden über sein Gesicht lief. ?Gewalt scheint die einzige Leidenschaft zu sein, die man in Dir wecken kann und das ist mir gelungen. Pass nur auf, dass Du nicht noch mehr von Dir preis gibst, ich könnte es benutzen.?
Eugenias Gesicht wurde bei seinen Worten zu einer steinernen Maske. Sie spürte einen noch nie gefühlten Schmerz in ihrem Inneren, aber sie kämpfte ihn nieder, obwohl sie eigentlich nur noch in einer Ecke zusammensinken und weinen wollte, bis es alles endete.
Ihren Gefühlen zu Trotz hob sie den Blick und sah Severus kalt an.
?Das Problem mit Dir ist, Snape, dass niemand, nicht einmal Potter, Dich hasst. Dafür bist Du allen einfach nur zu gleichgültig. Niemanden kümmert es, ob Du glücklich bist, niemanden kümmert es, ob Du leidest. Niemanden kümmert es, ob Du überhaupt existierst.?
Und gerade noch rechtzeitig, bevor ihr die Tränen in die Augen schossen, drehte sie sich um und verließ den Raum.
Severus sank auf die Knie und verbarg sein Gesicht in seinen Händen. Noch niemals in seinem Leben hatte jemand etwas so Grauenvolles zu ihm gesagt.

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BeitragVerfasst: 6. Okt 2008 22:37 
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Hi Lyth :knuff: ,
vor drei Tagen hab ich dein neues Kap gelesen, seitdem sind mir so viele Gedanken dazu, als auch zu deinem Re- Review durch den Kopf gegangen, versuche die jetzt hier mal zu ordnen.
Zitat:
Man liest so oft FFs, in denen die Autorinnen Severus mit wunderbaren Frauen zusammenkommen lassen, die dem armen Mann mal zeigen, wie toll das Leben sein kann, wenn man nicht so miesepetrig ist.
Und schwupps... verwandelt sich der Gute in einen humorvollen, zärtlichen, aufmerksamen Sexgott und meinereiner kommt aus dem Stirnrunzeln nicht mehr raus.
"Die Schöne und das Biest" in Reinkultur... *seufz*
Funktioniert nicht, nur in Märchen und auch nur in einem einzigen Märchen und trotzdem glauben normalerweise völlig rationale und intelligente Frauen, dass sich das Phänomen beliebig in die reale Welt transferieren lässt. *augenverdreh*

Bei mir sind es eher generell die FF's in denen sich Severus in dem Moment wo er in Liebe entbrennt in einen humorvollen, zärtlichen, aufmerksamen Sexgott verwandelt, die mir ein Stirnrunzeln entlocken.
Unabhängig wie die Frau dabei wegkommt. Es scheint so einige zu geben, die der märchenhaften Illusion nachhängen, dass Severus sich aufgrund seiner Todesser - Rolle nur verstellt.... " in Wirklichkeit ist er ja ganz anders " wo sich dann vielleicht wirklich noch " es muss ihm halt nur die richtige begegnen " hinzugesellt. Quasi Kerkertüre hinter sich zu und Snape mutiert zu Clark Gable.
O.k., dass sind dann auch immer die FF's wo ich spätestens an dieser Stelle wegklicke.
Aber letzlich, jedem das seine. Natürlich neige auch ich dazu die FF'S gut zu finden, die meinem " Traum - Snape" entsprechen, ist wohl menschlich.
Dafür sind Träume da, schöne Geschichten oder romantische Filme..... aber du hast Recht, in der realen Welt hat das nichts zu suchen. Die ist nie einfach schwarz und weiß.
Da hat jeder seine Altlasten zu tragen, der eine mehr, der andere weniger.
Severus und Genia haben beide sehr schwere Altlasten und dass macht es auch so schwer zwischen den beiden. Sie hatten noch keine Möglichkeit daran zu arbeiten, zu erkennen, warum sie so reagieren oder der andere reagiert und es vieleicht zu ändern. Sie sind noch weit entfernt darüber auch nur ansatzweise reden zu können.
Und so kann es natürlich nicht anders ausgehen wie zum Schluß deines Kaps, wie traurig. *schnüff*
Ich bin neugierig, ob und wenn ja, wie du sie lernen lässt mit solchen Situationen anders umzugehen.
Immerhin ist ja seit ihrer Schulzeit und der Gegenwart einige Zeit vergangen. Zeit in der vielleicht jeder für sich auch ein wenig reflektiert hat und manche Dinge heute anders sieht.

Zitat:
Severus hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch, er erwartete geradezu, dass die Gang um Potter Ärger machen würde. Zwar tuschelten sie auffällig, als Eugenia und Severus im Saal auftauchten, doch gerade, als Potter sich in Position stellte, einen raschen Blick in seine Umgebung warf, ob ihm auch genügend Aufmerksamkeit zuteil wurde und offensichtlich einen Spruch loslassen wollte, traf ihn der Ellenbogen Lupins schmerzhaft in den Rippen.
James zuckte zusammen und bemerkte, dass sein Freund ihn mit einem derartig drohend grimmigen Blick ansah, dass ihm die Worte im Halse stecken blieben.

Schön, wie du Lupin hier Stellung beziehen lässt!

Zitat:
Schließlich jedoch verhakte sich Severus Ärmel in den vielen seitlichen Häkchen des Kleides und der feine Stoff riss mit einem lauten, unangenehmen Geräusch.
Severus zuckte zusammen und beide erstarrten. Um die peinliche Situation zu überspielen, zog Severus Eugenia in eine ebenso überraschende, wie heftige Umarmung.
Eine ihrer Haarspangen bohrte sich schmerzhaft in sein Auge und er schrie auf.

Wenn die beiden doch einfach hätten lachen können über die Situation, dann wäre es so einfach gewesen.

Bin allgemein gespannt wie es weitergeht, sowohl in Gegenwart als auch Vergangenheit.
Bis dahin ganz liebe Grüße
Sev


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BeitragVerfasst: 7. Okt 2008 12:53 
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Hey Sev,

vielen Dank für dein ausführliches Review! :knuff:

Zitat:
Bei mir sind es eher generell die FF's in denen sich Severus in dem Moment wo er in Liebe entbrennt in einen humorvollen, zärtlichen, aufmerksamen Sexgott verwandelt, die mir ein Stirnrunzeln entlocken.
Unabhängig wie die Frau dabei wegkommt. Es scheint so einige zu geben, die der märchenhaften Illusion nachhängen, dass Severus sich aufgrund seiner Todesser - Rolle nur verstellt.... " in Wirklichkeit ist er ja ganz anders " wo sich dann vielleicht wirklich noch " es muss ihm halt nur die richtige begegnen " hinzugesellt. Quasi Kerkertüre hinter sich zu und Snape mutiert zu Clark Gable.

Japps, geht mir generell auch so. *seufz*
Allerdings kommt bei mir noch eine allergische Reaktion dazu, wenn die Frau ganz offensichtlich eine perfekte Version der Autorin ist, die da ihre Retterfantasien auslebt.
Severus muss halt nur die "richtige" Frau treffen, dann hat all sein Elend instant ein Ende.
Und so träumen sich viele Autorinnen in die Rolle dieser Frau, denn es ist halt für manche Frauen erstrebenswert, sich auf diese Weise als einzigartig zu sehen.
Der mieseptrige, verstörte, sozial maximal inkompetente Kerl, der nur durch diese eine Frau zu einem besseren Leben kommen kann. *augenverdreh*
Ich frag mich, in welcher Welt diese Frauen leben...

Sicherlich sage ich mir auch "jeder soll das schreiben/lesen, was ihm Freude macht", aber ich frage mich auch, wieso man sowas mag.
Ich persönlich finde es einfach spannender, Charaktere zu lesen und zu schreiben, die durchaus so win der Wirklichkeit sein könnten. Gerade die Interaktion mit eckigen Charakteren macht mir Spaß. :mrgreen:

Zitat:
Schön, wie du Lupin hier Stellung beziehen lässt!

Danke Dir! *freu*
Das musste sein, ich mag Remus und möchte ihn nicht so derartig passiv sehen. Ausßerdem musste er ja irgendwie auf den Anschiss von Genia reagieren. Ich denke, es liegt nicht in seiner Natur, einen solchen Anpfiff unreflektiert an sich vorüber ziehen zu lassen.

Zitat:
Wenn die beiden doch einfach hätten lachen können über die Situation, dann wäre es so einfach gewesen.

Ich fürchte, das ist das Letzte, was die beiden gekonnt hätten. Selbstironie und Humor im Umgang mit sich selber ist ihnen fremder, als andere Galaxien... *seufz*

Und damit du nicht lange warten musst, gehts gleich weiter...

/hugs
Lyth

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BeitragVerfasst: 7. Okt 2008 12:57 
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Zehntes Kapitel

? in dem eine Abmachung aufgelöst wird



?Ich will nicht, dass Du weitere Nachforschungen anstellst?, Severus sah Eugenia ernsthaft an, als sie einige Tage nach ihrem letzten Gespräch wieder zusammen saßen.
?Red? keinen Unsinn. Jetzt, wo ich endlich eine dünne Spur gefunden habe, werde ich sicherlich nicht aufgeben. Das wäre idiotisch.?
Er schüttelte den Kopf. ?Es ist zu gefährlich, Genia.? Seine Stimme war eindringlich und sie konnte Sorge heraushören.
?Ich kann auf mich aufpassen. Das kann ich schon sehr lange, glaub mir.? Sie sprach leichthin, als wolle sie seine Bedenken wegwischen.
Sie schwiegen eine lange Zeit, dann sah Eugenia ihm forschend ins Gesicht.
?Ich verstehe das alles nicht, wenn ich ehrlich bin. Worum geht es hier, Sevus? Was ist so wichtig, dass Du bereit warst, den alten Mann zu töten.?
Er schwieg beharrlich, aber sie kannte ihn lange genug, um nicht aufzugeben.
?Für wen tust Du das alles? Wo stehst Du Sevus??
?War es jemals wichtig für Dich, wo ich gestanden habe, Genia? Wo stehst Du??
?Ich? Ich stehe nirgendwo. Es ist so schon schwierig genug, zu überleben. Eine Seite zu wählen könnte das zerbrechliche Gleichgewicht zerstören. Meine Familie hat schon immer besonderen Wert darauf gelegt, neutral zu bleiben und auch, wenn mich nichts mehr mit meiner Familie verbindet, so haben sich manche ihrer Grundsätze einfach bewährt.?
Sie lachte trocken.
?Aber und Deine erste Frage zu beantworten, Sevus, ja, es hat mich immer interessiert, wo Du stehst und gestanden hast. Ich habe vielleicht nicht immer gefragt, aber das heißt nicht, dass es mir egal war.? Sie sah ihn ernst an und bemerkte einen fragenden Ausdruck in seinem Gesicht.
Als er ansetzte, etwas zu sagen, hob sie die Hand, um ihn zu unterbrechen.
?Ich bin dran, Sevus. Erinnerst Du Dich? Quid pro quo.?
Er konnte sich ein feines Lächeln nicht verkneifen. Das war so typisch für sie und es war etwas, das er immer sehr gemocht hatte. Er nickte leicht und wartete auf ihre Frage.
Eugenia legte den Kopf schräg, als müsse sie überlegen, wie sie ihre Frage stellen könnte.
?Was verbindet Dich mit den Malfoys?? Obwohl sie kein Schimpfwort an den Namen anhängte, hörte er tiefe Abscheu in ihrer Stimme.
?Ich betrachte Lucius als eine Art Freund?, sagte er schlicht.
?Freund? Ich hätte Dir mehr Intelligenz zugetraut, Severus. Weißt Du nicht, dass Lucius keine Freunde hat, nur willfährige Diener oder Menschen, die er sich nutzbar gemacht hat??
Snape schwieg eine Weile, dann sagte er: ?Nun, vielleicht weniger eine Freundschaft, als vielmehr eine Symbiose.?
Eugenia hob die Augenbrauen, sagte aber nichts und wartete. Es schien, als würde Snape mit sich ringen, ob er weiterreden sollte, dann aber lehnte er sich zurück und sprach leise und ruhig.
?Als ich mich vor langer Zeit dem dunklen Lord anschloss, war ich einer der besten und anerkannten Zaubertrankbrauer des Landes und meine Tränke genossen den Ruf, effizienter und schneller zu wirken, als andere.
Es gelang mir, diesem Ruf auch in seinen Diensten gerecht zu werden und so verging nur kurze Zeit, bis ich einer seiner präferierten Todesser wurde.
Der Meister der Tränke, dessen Kunst den dunklen Lord nie enttäuschte. Eine solche Person musste die Aufmerksamkeit von Lucius Malfoy erregen und so suchte er meine Nähe.
Ich machte mir nie Illusionen über seine Motive, außer Gold und guten Verbindungen hatte Malfoy nie viel zu bieten, seine Talente waren immer eher durchschnittlich.?
Snapes Stimme troff vor Ironie und er trank einen Schluck, bevor er fort fuhr.
?Und so war es für ihn nur logisch, sich einem Kameraden, der das Wohlwollen des dunklen Lords genoss, anzuschließen. Und auch für mich war die Verbindung nicht ohne Nutzen. Es schadet nie, von einer Familie wie den Malfoys angesehen zu werden und sich in deren Dunstkreis zu bewegen. Du glaubst nicht, wie viele Türen das öffnen kann.?
Er überhörte Eugenias abfälliges Schnauben bei den Worten und erzählte weiter.
Er wurde von Lucius gerne mit ?mein guter Freund Snape, der überragende Tränkemeister und Wissenschaftler? vorgestellt und auf eine eigenartige Weise sonnten sie sich gegenseitig im Ruhm und Ansehen des anderen.
Nach dem Sturz des dunklen Lords hatte Lucius es durch den geschickten Einsatz finanzieller Mittel, Erpressung und guter Verbindungen geschafft, seinen Namen rein zu halten. Nachdem Dumbledore für Snape gebürgt hatte, war Severus zu seinem Freund gegangen und hatte auf seine Weise sehr geschickt an die alte Verbindung angeknüpft und auch Lucius sah seinen Vorteil darin, dass Snapes Name rein gewaschen war und hoffte auf dessen Aufsicht und Schutz für seinen Sohn, wenn dieser einst Schüler in Hogwarts werden würde.
Und so fand eine einzigartige Symbiose zweier sehr unterschiedlicher Männer ihren Fortgang. Sie beide hatten ihre Vorteile aus dieser Verbindung, aber beide vertrauten einander nicht vollständig.
Eugenia sah Severus eine Weile schweigend an.
?Dann weißt Du, wie gefährlich diese Verbindung sein kann, Sevus??
?Ich denke schon und ich denke, ich kann auf mich aufpassen, danke.? Der alte Tonfall von Ironie und Hohn war in seine Stimme zurückgekehrt.
?Ja, das sehe ich?, erwiderte Eugenia mit einem spöttischen Lächeln. ?Deshalb sitzt Du jetzt hier fest, die ganze Welt sucht nach Dir und Du kannst nicht mal raus, um selber nach der Malfoy-Brut zu suchen.?
Snape holte Luft und setzte zu einer scharfen Erwiderung an, als er das Blitzen in ihren Augen sah. Auch seine Lippen verzogen sich zu einem spöttischen Lächeln.
?Touché.?
Er sah ihr einen langen Moment in die Augen und für einige Sekunden waren sie wieder jung und genossen eines jener intellektuell-sprachlichen Duelle, an denen sie immer so viel Spaß gehabt hatten.
Dann wurde Snapes Miene wieder ernst.
?Womit wir wieder beim Thema wären. Verspricht Du mir, dass Du aufhören wirst, nach Draco zu suchen?? Severus war hartnäckig und es war niemals leicht, ihn von etwas abzulenken.
Eugenia seufzte theatralisch. ?Warum machst Du jetzt plötzlich so einen Aufstand darum? Am Anfang war es Dir doch auch egal, ob ich dabei draufgehe.? Sie klang unwirsch.
Severus zuckte leicht zusammen.
?Das ist Unsinn und das weißt Du. Mir war es nie egal, ob Dir etwas zustößt.?
?Bist Du Dir da sicher??, fragte sie spöttisch.
Severus schwieg.
?Wie dem auch sei, ich werde die Spur nicht aufgeben. Jetzt sollte es nicht mehr so schwer sein herauszufinden, wohin die Malfoy-Brut gegangen ist, nachdem sie in der Nocturngasse gesehen wurde?, fuhr Eugenia leichthin fort.
Severus sah sie nicht an, er starrte auf einen Punkt an der Wand. ?Bitte sehr. Dann geh doch raus und lass Dich verletzen oder Schlimmeres. Es kommt ja außer Dir niemand zu Schaden, denkst Du.? Seine Worte waren voller Bitterkeit.
Eugenia starrte ihn an. Sie schluckte, weil ihre Kehle sich plötzlich schrecklich trocken anfühlte. Das Herz hämmerte ihr im Hals.
?Was willst Du damit sagen?? Ihre Stimme klang heiser.
?Das weißt Du verdammt gut.?
?Ja, vielleicht? aber ich will es von Dir hören, Sevus.?
Er schwieg.
?Sag es mir, sonst ist es nichts wert.?
Er schwieg weiter. Ihm schnürte sich die Kehle zu, als wolle sie verhindern, dass er es sagte. Dass er sagte: ?Weil ich Dich nicht noch einmal verlieren will. Weil ich es nicht ertragen könnte, wenn Du noch einmal aus meinem Leben verschwindest.?
Endlose Minuten vergingen, die Zeit schien sich wie klebriger Sirup zu bewegen, bis endlich Eugenia das Schweigen brach.
?Dann sag mir wenigstens, was ich jetzt tun soll.?
?Du kannst hier bleiben, solange es nötig ist. Vergiss unsere Abmachung und such nicht mehr nach Draco.? Seine Stimme klang weich, jede Streitlust war daraus verschwunden und sie merkte wieder, wie sehr sie es mochte, ihn so zu hören. Und wie lange sie das nun schon vermisste.
Erstaunt sah sie ihn an.
?Aber es schien Dir doch so wichtig zu sein.?
Er schwieg wieder lange, dann sagte er kaum hörbar: ?Nicht so wichtig wie Du.?
Eugenia stand auf, ging zu seinem Stuhl und hockte sich vor ihn. Dann nahm sie sein Gesicht in ihre Hände, sah ihm in die Augen und sagte unendlich sanft: ?Ich werde gut auf mich aufpassen, Sevus. Ich muss weiter machen, ich kann nicht aufgeben, aber ich verspreche Dir, ich komme in einem Stück zurück.? Sie strich ihm zart über das Gesicht, dann erhob sie sich und verließ den Raum.

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BeitragVerfasst: 17. Okt 2008 23:16 
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Hi Lyth :knuff:,
bin die letzten Tage nicht so an den PC gekommen und hab gar nicht mitbekommen, dass es bei dir in der Zwischenzeit schon weitergegangen ist, sorry.
Zitat:
Der mieseptrige, verstörte, sozial maximal inkompetente Kerl

Muss ganz ehrlich sagen, dass ich Snape so nie gesehen habe. Allein schon der Ausdruck miesepetrig passt für mich nicht.....sarkastisch, verbittert und daraus resultierend austeilend was seine Umgebung betrifft, ja. Verstört? Auch das nicht. Ausser unmittelbar nach Lilis Tod. Und sozial inkompetent ? Auch das passt für mich nicht wirklich.
Ich finde auch nicht, dass er errettet werden muss. Bei mir ist es eher so, dass ich ihm nach alldem einfach ein Stückchen Glück wünschen würde.
Zitat:
Für wen tust Du das alles? Wo stehst Du Sevus?“
„War es jemals wichtig für Dich, wo ich gestanden habe, Genia? Wo stehst Du?“
„Ich? Ich stehe nirgendwo. Es ist so schon schwierig genug, zu überleben. Eine Seite zu wählen könnte das zerbrechliche Gleichgewicht zerstören. Meine Familie hat schon immer besonderen Wert darauf gelegt, neutral zu bleiben und auch, wenn mich nichts mehr mit meiner Familie verbindet, so haben sich manche ihrer Grundsätze einfach bewährt.“
Sie lachte trocken.
„Aber und Deine erste Frage zu beantworten, Sevus, ja, es hat mich immer interessiert, wo Du stehst und gestanden hast. Ich habe vielleicht nicht immer gefragt, aber das heißt nicht, dass es mir egal war.

Tja, die Einstellung von Genias Familie haben im wirklichen Leben ja auch leider die meisten Leute. Wenn ich keine Stellung beziehe, mich einfach raushalte, dann gehe ich auch keine Gefahr ein, nicht wahr?
Die bequemste Lösung. Meins ist das nicht.
Interessant ist aber, dass obwohl auch Genia dieser Einstellung ist, es sie interessiert wo Severus steht.
Zitat:
Er schwieg weiter. Ihm schnürte sich die Kehle zu, als wolle sie verhindern, dass er es sagte. Dass er sagte: „Weil ich Dich nicht noch einmal verlieren will. Weil ich es nicht ertragen könnte, wenn Du noch einmal aus meinem Leben verschwindest

Er weiß genau, dass er sich mit diesem Satz angreifbar machen würde, verletzbar. Als würde er ihr ein Messer in die Hände legen und sollte darauf vertrauen, dass sie sich dann nicht doch entschließt auf ihn einzustechen.
Und gerade weil er weiß wie ähnlich Genia ihm ist, und er sich selber diesbezüglich wohl nicht unbedingt über den Weg trauen würde, macht es ihm unmöglich ihn auszusprechen.

Mit Vorfreude auf dein nächstes Kap grüßt dich
Sev


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